Projektarbeit mit Praxisteil: Quandtschüler sammelten Müll

Pritzwalk. Begeistert laufen die Quandtschüler mit Eimer und Papierzange durch die Grünanlagen, klauben hier ein Stück Papier, dort eine Zigarettenkippe und da einen alten Joghurtbecher auf. Sandra Falkenhagen und Daniela Angermann vom Fachgebiet öffentliche Anlagen und Flächen der Stadt Pritzwalk stehen staunend dabei: „Die haben ja richtig Spaß“, sagt Sandra Falkenhagen.

18 Jungen und Mädchen der Pritzwalker Herbert-Quandt-Schule haben vom 13. bis 17. Mai  eine Projektwoche zum Thema Mensch absolviert. Ihr Lehrer Dr. Mario Koch und seine Kolleginnen haben klassenübergreifend mit den Fünft- und Sechstklässlern verschiedene Themen behandelt: Herbert Quandt, Medien und Kinder, Anne Frank – und eben Umwelt. Dazu gab es laut Mario Koch einen Theorie- und einen Praxisteil. So wurde auch über das Plastikproblem diskutiert. Im Real-Markt untersuchten die Kinder, welche Produkte in Plastik verpackt angeboten werden und ob das nötig ist.

Lieber etwas Praktisches

„Statt bei Fridays for Future zu demonstrieren, tun wir lieber etwas Praktisches“, sagte Mario Koch. „Wir sammeln Müll.“ Die Quandtschüler haben jeweils für ein- bis anderthalb Stunden Müll in der Fußgängerzone, im Hainholz und nun im Grüngürtel gesammelt. „Die Kinder sind sehr sensibilisiert für das Thema“, meint der Lehrer. Höhepunkte der Sammelaktion waren ein Stiefel im Hainholz und ein Paar Turnschuhe in einem Baum an der Skaterbahn.

In vier Gruppen geht es mit Eimern und Papierzangen am Donnerstag durch die Stadt. Schnell entwickelt sich eine Art Wettbewerb, wer seinen Eimer als erster voll hat. Die großen blauen Säcke, in die die Kinder ihre Eimer ausleeren, sind auch bald voll. Sandra Falkenhagen und Daniela Angermann streifen mit ihrer Gruppe durch den Grüngürtel, über den Spielplatz und über die Skaterbahn, vorbei an der Bildungsgesellschaft, über die Dömnitzinsel und von dort in die Marktstraße.

Niemals fertig

Und obwohl die Quandtschüler mit ihrem Lehrer dort schon am Montag gesammelt haben, liegen hier und da schon wieder Schnipsel auf dem Gehweg. Diese Arbeit machen die Mitarbeiterinnen des Betriebshofes mit ihren Kollegen normalerweise zweimal pro Woche. „Fertig werden wir nie“, sagt Sandra Falkenhagen.

Quelle: Stadt Pritzwalk
Fotos: Beate Vogel