Landwirte dürfen Flüsse vorerst nicht mehr nutzen

» Grund: Niedrige Pegel an Prignitzer Flüssen und Seen

Prignitz. In den Flüsse und Seen der Prignitz fallen aufgrund der anhaltenden Trockenheit die Pegel. Der Landkreis reagiert mit ersten Maßnahmen auf den Wassermangel. So dürfen fünf landwirtschaftliche Unternehmen vorerst kein Wasser mehr aus der Löcknitz entnehmen. Es sind die einzigen Betriebe, denen eine Genehmigung erteilt worden war, die dafür notwendig ist, informiert Bernd Lindow, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Eine weitere Untersagung betrifft die Einschränkung von touristischen Kanufahrten auf der Stepenitz. Sie sind zwischen Wolfshagen und Perleberg ab sofort verboten. Seit 28. April ist auch das Schöpfwerk in Garsedow geschlossen, um das wenige Wasser in der Karthaneniederung zu halten. Darunter haben die Fische in der Elbe zu leiden. Die neben dem Wehr gebaute Fischtreppe liegt auf dem Trockenen und verhindert damit den Fischaufstieg in die Karthane.

Die Elbe führt derzeit ebenfalls Niedrigwasser, der Pegel liegt bei etwa 85 Zentimeter und macht damit die angespannte Wassersituation deutlich. Beim Hochwasser 2013 führte die Elbe mit 7,85 einen Höchststand. Zu wenig Wasser weisen momentan auch der Rudower See und der Sadenbecker Stausee auf. Unternehmen und Kommunen, die ihre Bäume und Alleen wässern, dürfen kein Wasser aus Oberflächengewässern beziehen, weist Bernd Lindow ausdrücklich darauf hin. Sie müssen sich anderer Quellen wie Brunnen oder Hydranten bedienen.

Foto: Ebbe am Schöpfwerk Garsedow. Das Wasser der Karthane darf seit Wochen nicht mehr in die Elbe fließen.

Quelle: Landkreis Prignitz (inkl. Foto)