Ministerin Münch übergibt Fördermittel für Präsenzstellen

Pritzwalk. Fördermittelbescheide über mehr als eine Million Euro brachte die brandenburgische Wissenschafts- und Kulturministerin Martina Münch am Rande der Kabinettssitzung in der Prignitz am Dienstag mit nach Pritzwalk. Mit dem Geld, das in zwei Jahresscheiben zu je 540 000 Euro aufgeteilt ist, soll die neue Transferstrategie des Landes nun auch finanziell unterfüttert werden. Ministerin Münch überreichte ProfessorinBurghilde Wieneke-Toutaoui, Präsidentin der Technischen Hochschule Brandenburg (THB), die beiden Bescheide in der Präsenzstelle Prignitz.

Dauerhafte Finanzierung

„Wir wollen die Präsenzstellen nun auf Dauer absichern“, versprach Ministerin Münch mit Blick auf die Anfänge 2005, als das Büro der THB in Pritzwalk mit nicht unerheblichen Spenden regionaler Unternehmer und später auch mit Geld aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert wurde. „Sie waren damals Vorreiter. Der Erfolg hat Ihnen Recht gegeben“, so Martina Münch.

Ziel der Transferstrategie ist es, Schulabgängern in ländlichen Regionen den Zugang zur Hochschullandschaft zu erleichtern, ihn barrierefrei zu machen. THB-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui habe indessen nicht gedacht, „dass das ein so großes Projekt für das Land wird“, sagte sie.

Seit Kurzem drei neue Büros

MuenchbesuchDie Präsenzstelle Prignitz der THB betreut seit 2005 von Pritzwalk aus den Landkreis. Seit Kurzem gibt es auch Büros in Wittenberge und Neuruppin sowie eine Koordinierungsstelle für alle Präsenzstellen direkt an der TH Brandenburg. „Wir sind motiviert, engagiert und haben viel vor“, sagte Daniela Herrling von der Präsenzstelle Prignitz, die von Anfang an dabei ist. Sie freute sich, dass zur Übergabe die Kooperationspartner aus allen beteiligten Regionen vertreten waren.

Zugegen waren neben dem Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel – die Stadt ist Kooperationspartner der Präsenzstelle in Pritzwalk – unter anderem der Neuruppiner Bürgermeister Jens-Peter Golde, Sandra Perabo vom Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz in Wittenberge und Koordinatorin des Regionalen Wachstumskerns Perleberg-Wittenberge-Karstädt, Katharina Iredi als Vertreterin der Stadt Kyritz und nicht zuletzt Mike Blechschmidt, Vorsitzender des Vereins Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse (WADWD). Der Verein hatte die Präsenzstelle damals gegründet und zunächst deren Finanzierung organisiert.

Vier Millionen Euro in zwei Jahren

Das Land Brandenburg sichert nun mit dem Zuschuss die Personal- und Sachkosten der Präsenzstelle mit ihren Büros für die nächsten zwei Jahre ab. Insgesamt sollen in die Entwicklung von Präsenzstellen 2019 zunächst 1,5 Millionen, 2020 weitere 2,5 Millionen Euro fließen. Die Präsenzstellen sind regionale Anlauf-, Kontakt- und Koordinierungsstellen, die Studieninteressierte informieren und beraten, Hochschulen, Unternehmen, Kammern und Verbände vernetzen, Veranstaltungen und Kampagnen planen sowie Absolventen mit Unternehmen der Region zusammenbringen.

Neben der Präsenzstelle Prignitz gibt es bereits die Präsenzstelle Schwedt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sowie die Präsenzstelle Spremberg der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Weitere Gründungen sind in Planung.

Foto: Alle beteiligten Vertreter fanden sich bei der Übergabe von gut einer Million Euro Fördergeld in der Präsenzstelle der TH Brandenburg in Pritzwalk ein. Vorn, ab 3.v.l.: Daniela Herrling, Ministerin Martina Münch, Burghilde Wienecke-Toutaoui, Jens-Peter Golde, Ronald Thiel.

Quelle: Stadt Pritzwalk
Fotos: Beate Vogel