Süßes auf der Grünen Woche

» Beste Werbung für die Reiseregion Prignitz

Berlin/Prignitz. Die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin präsentierten sich am Donnerstag den Besuchern der Grünen Woche in der Brandenburg-Halle 21. Am Vormittag schnitten die beiden Landräte Torsten Uhe und Ralf Reinhardt eigens eine Torte an, die auf zwei Großereignisse verweist: fontane.200 in der Fontanestadt Neuruppin und die Landesgartenschau in Wittstock/Dosse.

Auf süße Art und Weise laden beide dazu ein, die Regionen neu zu entdecken – gemeinsam auf Fontanes Wegen. Immerhin besuchte der Schriftsteller Ende Mai 1887 auch Wilsnack, Quitzöbel und Rühstädt, um seine Wanderungen in einem Essay in der Zeitschrift „Zur guten Stunde“ zu veröffentlichen.

Prignitz als Radlerparadies

Die Grüne Woche nutzen der Fremdenverkehrsverein Prignitz sowie regionale Gastronomen und touristische Leistungsanbieter der Prignitz, um den Besuchern die Reiseregion zwischen Meyenburg und Rühstädt, Kyritz und Lenzen sowie Wittstock und Putlitz schmackhaft zu machen. Nach wie vor genießt die Prignitz einen exzellenten Ruf als Radlerparadies.

Dafür steht insbesondere der Elberadweg, der durch das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg führt und nach wie vor zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands gehört. Beim Radeln nach Zahlen können weitere Sehenswürdigkeiten beidseitig am Wegesrand erkundet werden.

Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack

Neben dem Radeln hat sich ein ganz neuer Trend entwickelt: das Pilgern. Die Prignitz steht hier in guter Tradition. Schon im 14. Jahrhundert entwickelte sich Wilsnack zu einem europaweit bekannten Wallfahrtsort. Pilger suchten Heilung und Vergebung ihrer Sünden, bis die Reformation dem Bluthostienkult ein Ende bereitete. Zeugnis dieser Zeit ist die Wunderblutkirche Sankt Nikolai mit dem Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert.

Auf dem alten Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack kann man heute als moderner Pilger körperliche Betätigung mit Gedankenarbeit, Spiritualität und Naturgenuss verbinden. Ein weiterer Pilgerweg in der Prignitz hat sich in den letzten Jahren vom Stift zu Heiligengrabe bis nach Alt Krüssow etabliert. Der „Annenpfad“ erfreut sich vor allem zu Ostern großer Beliebtheit.

Veranstaltungen der Region beworben

Beim Prignitztag auf der Grünen Woche unterhielt das Dixieland Orchester der Kreismusikschule die Gäste mit stimmungsvollen Klängen. Die Stadt Wittenberge nutzte die Gelegenheit, um die 20. Elblandfestspiele, die am 12. und 13. Juli stattfinden, zu präsentieren.

Die Stadt Perleberg warb für das Rolandfest, das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr sowie für das Schulmusical „Becky Sharp“ des Gottfried-Arnold-Gymnasiums, das am 13. Juni Premiere haben wird.

Foto: Mit Speck fängt man Mäuse – mit süßer Torte Touristen, sagten sich die beiden Landräte Torsten Uhe und Ralf Reinhardt, die gemeinsam mit der Rosenkönigin und Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (v.r.) auf der Grünen Woche in Berlin für die Reiseregion Prignitz und Ostprignitz-Ruppin warben.

Quelle: Landkreis Prignitz (inkl. Foto)