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Wittenberge. „Sollte ich mal sterben, wird von mir nichts übrig bleiben. Werde alles verbrennen“, antwortete der Star-Designer Karl Lagerfeld die Bitte vom Veritasklub Wittenberge, ein Kleidungsstück für das Modemuseum in Meyenburg zu überlassen.

Nun ist er verstorben – ein Klubfreund und langjähriger Mäzen Karl Lagerfeld, den die Mitglieder des Veritasklub erstmals im Jahre 2003 kennen lernten – anlässlich ihrer Initiative zu „100 Jahre Nähmaschinenwerk Wittenberge“.

„Das ist mir zu unpersönlich“, antwortete er, als sie ihn damals baten, ein Grußschreiben für die Nähmaschinenwerker aufzusetzen. Ob sie ihm nicht ein Nähmaschinen-Foto übersenden könnten, das würde er dann signieren.

Das Foto „schoss“ der ehemaliger Betriebsredakteur Frank Stubenrauch. Karl signierte es: „Was hätten wir ohne sie gemacht?“. Hochachtung gegenüber dem Nähmaschinenwerker. Ein langer Satz, wo er doch für seine Wortkargheit bekannt war.

Als der Veritasklub ihm dann zu seinem „Rentnergeburtstag“ eine „Veritas“ Nähmaschine aus der Peter Fischer-Kollektion schenkte, ebenfalls im Jahre 2003, entstand doch eine gewisse Freundschaft aus Respekt voreinander. Die „Veritas“ Nähmaschine wurde immer wieder als Schaufensterdekoration in seinem damaligen Store und Label „Karl Lagerfeld Gallery“ in Paris verwendet.

Nun ist er am Dienstag in Paris verstorben. Wie alt er genau wurde, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Karl jonglierte gerne mit seinem Alter, wie der Veritasklub in einer Mitteilung schreibt. Sein Werk, seine Mode ist Geschmackssache – aber darin war er ein Meister seines Faches und hätte es den Nähmaschinenwerker nicht gegeben.

Lagerfeld (Foto Frank Stubenrauch).jpg

Quelle: Veritasklub Wittenberge
Foto: Frank Stubenrauch


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