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Perleberg. Die Stadtverwaltung von Perleberg erinnert mit dem Erinnerungsblättchen Nr. 61 an den Juristen Prof. Dr. Rudolf Müller-Erzbach. Anlass ist sein 145. Geburtstag am 23. März. Sucht man erste Zeichen seines Lebens im Perleberger Geburtsregister, so entdeckt man am 23. März 1874 den Jungen Rudolf Hermann Martin mit dem Familiennamen Müller.

Sein Vater Dr. Wilhelm Müller war in Perleberg Oberlehrer. Sieben Jahre später brachte seine Mutter Mathilde ein Mädchen zur Welt. Nach der Schulzeit studierte Rudolf Jura. In dieser Zeit entschloss sich die Familie zum Doppelnamen Müller-Erzbach, worauf ein Vermerk im Geburtenregister der St. Jacobi-Gemeinde aus dem Jahre 1893 hinweist.

Zusammenarbeit mit der Universität München

Der junge Jurist promovierte und habilitierte sich in erstaunlich kurzer Zeit, spezialisierte sich auf Bergrecht und Handelsrecht. Im Jahre 1911 berief ihn die Universität Königsberg als Professor. Es folgte 1918 ein Ruf an die Universität Göttingen. 1939 wurde er mit 65 Jahren emeritiert.

Nach dem Kriegsende betraute ihn die Ludwig-Maximilians-Universität München als Dekan mit der Neuordnung der Juristischen Fakultät. 1959 starb Rudolf Müller-Erzbach in München. Das Erinnerungsblättchen in seiner Geburtsstadt Perleberg entstand in Zusammenarbeit mit der Universität München.

Erinnerungsblättchen ist kostenfrei erhältlich

Es kommt nicht von ungefähr, dass auf der Rückseite die Entstehungsgeschichte des Perleberger „Criminalgefängnisses“ im Rathaus dargestellt wurde. Ein spektakulärer Gefängnisausbruch im Jahre 1869 rundet den Kurztext ab. Das Erinnerungsblättchen ist in der Stadtinformation ab sofort kostenfrei erhältlich.

Quelle: Stadt Perleberg (inkl. Foto)


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