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Wittenberge. Und die liegt nur eine gute Stunde mit der Bahn von Wittenberge entfernt, in der Speicherstadt in Hamburg. Der „Dialog im Stillen“ war Ziel des Wandertags der Klasse 7.3. der Oberschule Wittenberge in der letzten Woche.

Die 24 Schülerinnen und Schüler erlebten eine andere, stille Welt. Mit schalldichten Kopfhörern ausgestattet und geführt von einem gehörlosen Guide gewannen sie tiefe Einblicke in die für sie unbekannte Welt der Gehörlosen.

Besser verstehen, wie er denkt und „hört“

Während der 60-minütigen Führung spürten sie, wie es ist, gehörlos zu sein, aber dass man trotzdem kommunizieren kann. Ohne Sprache – eben nonverbal. Dafür mit den Händen, Mimik und dem ganzen Körper.

Dialog_im_Stillen_2_2019

Sie lernten in der didaktisch super aufbereiteten Führung, dass man mit den Augen hören kann und übten einige Gesten der Gebärden- und Körpersprache. Und mit Hilfe einer Dolmetscherin für Gebärdensprache konnten sie auch Fragen an den Guide stellen und so noch besser verstehen, wie er denkt und „hört“.

Zurück aus der Welt der Stille

Zum Schluss gab es Applaus, aber eben nicht, in dem man in die Hände klatscht, sondern die Hände in Schulterhöhe beidseitig schnell dreht.

Zurück aus der Welt der Stille tragen diese Eindrücke dazu bei, die Umwelt im Alltag viel bewusster wahrzunehmen und künftig mit weniger Scheu Menschen zu begegnen, die nicht hören oder sehen können, und sich besser in sie hineinversetzen zu können und toleranter zu sein.Und wenn ein Wandertag das vermag, dann hat sich die Reise absolut gelohnt.

Quelle: Oberschule Wittenberge (inkl. Fotos)


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