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Grube. Regionale Baukultur und die Siedlungstradition in der Region stehen am Tag des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe am Samstag, 11. Mai, im Mittelpunkt. Rund um Schloss Grube geht es um Denkmalschutz, Fördermöglichkeiten sowie gesundheitliche beziehungsweise ökologische Aspekten des Bauens. Am Nachmittag lädt ein „Markt der Möglichkeiten“ alle Generationen zum Mitmachen ein.

Einzigartig im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist neben der Auenlandschaft entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse eine historisch gewachsene Kulturlandschaft mit einer großen Vielfalt gut erhaltener und regionaltypischer Siedlungsformen: Rundlinge und Marschhufendörfer, Zeilen-, Straßen- und Gassendörfer sowie Einzelhöfe und Haufendörfer.

Balanceakt zwischen den Faktoren

In kleinen Städten und Dörfern prägen bis heute regionaltypische Haus- und Hofformen das Erscheinungsbild. Sie tragen mit ihren roten Ziegelsteinen, gebrannt aus Auenlehm, zum Charakter der Landschaft bei. Raritäten wie die einzigen niederdeutschen Hallenhäuser im gesamten Land Brandenburg findet man in der Lenzer Wische.

Diese wertvolle Baukultur zu erhalten, zu pflegen und behutsam zu entwickeln ist eine Aufgabe, der sich das Biosphärenreservat stellt. Bauträger stehen beim Denkmalschutz, bei der Sanierung und der Wahl passender Baumaterialien vor schwierigen Entscheidungen: Oftmals ist es ein Balanceakt zwischen den finanziellen Möglichkeiten, den Ansprüchen an einen modernen Wohnkomfort, den Erfordernissen energetischer Sanierung sowie der Bewahrung der Bautradition.

Fachleute beantworten Fragen

Am Tag des Biosphärenreservats gehen Experten der unteren Denkmalbehörde, Architekten, Historiker und Baufachleute diesen Fragen nach. Interessierte finden hier Anregungen, Ideen und Beispiele für den Erhalt der regionaltypischen Baukultur in der Prignitz. Vorträge finden von 10 bis 13 Uhr statt. Ab 13.30 Uhr bieten Workshops auf dem „Markt der Möglichkeiten“ die Gelegenheit, das nachhaltige und denkmalgerechte Bauen in der Praxis zu erleben.

Fachleute laden zum Mitmachen ein und beantworten Fragen. Für Kinder startet bereits ab 10 Uhr der Workshop „Bauen wie die Natur“. Ab Mittag gibt es Grillspezialitäten – übrigens auch vegetarisch und vegan. Am Abend bietet Schloss Grube Kultur mit „Die Alltagspoeten mit Friedrich und Wiesenhütter“. Für die Esskultur sorgt das Schlossteam.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg


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