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Kyritz. Als Gemeinschaftsinitiative des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes feierte der Tag der Städtebauförderung am Samstag Jubiläum. Bereits zum fünften Mal fand er mit Veranstaltungen rund um die Städtebauförderung in ganz Deutschland statt.

Im Kyritzer Ratssaal gab es Informationen zu den Ausgrabungsbefunden bei den vergangenen Straßenbaumaßnahmen. Weiterhin wurden die Planungen für die Gestaltung von Kirch- und Klostergarten vorgestellt.

Stadt hat keinen Anspruch auf Funde

Zunächst erläuterte Hartmut Lettow von TOPO Archäologie anschaulich, was bei den Grabungen im Zuge der Sanierung der Holzhausener, Prinzen- und Graf-von-der-Schulenburg-Straße entdeckt wurde. So deuten beispielsweise Skelett- und Knochenfunde in der Prinzenstraße / Graf-von-der-Schulenburg-Straße auf ein slawisches Gräberfeld in diesem Gebiet hin.

Die Besucher des Tages der Städtebauförderung erfuhren, dass die Stadt Kyritz keinen Anspruch auf die Funde hat. Diese gehen in den Besitz des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum über. Sie können jedoch später für Ausstellungen im späteren Museum im Klosterviertel Kyritz ausgeliehen werden.

Viele Bäume sollen erhalten bleiben

Das Klosterviertel stand dann im Mittelpunkt der Präsentation des Landschaftsarchitekten Neumann Gusenburger. Er stellte erste Überlegungen zur Gestaltung von Kirch- und Klostergarten sowie Klosterplatz vor. Dabei kam es zu regen Diskussionen. Auf Zuspruch der etwa 30 Gäste stießen seine Pläne, die Umrisse der einst abgetragenen Kirche durch Bepflanzung im Kirchgarten sichtbar zu machen. Auch ein Wasserbecken innerhalb des Rondells im Klostergarten stieß auf breite Zustimmung.

Diskutiert wurde jedoch, ob das Rondell am bisherigen Platz verbleiben oder in Richtung Bühne verlegt werden soll. Einigkeit bestand darin, möglichst viele Bäume zu erhalten. Es sollen zudem auch neue gepflanzt werden. Diskutiert wurde auch über die Anlage eines Kräutergartens und ob ein Baum auf dem Klosterplatz gepflanzt werden soll. Auf jeden Fall erhalten bleiben soll die Sichtachse vom Klausurflügel zum  Pavillon.

Kyritzer sollen ihre Vorstellungen einbringen

Die Anregungen der Gäste des Tages der Städtebauförderung fließen in die nächsten Planungsrunden zur Gestaltung der Freianlagen im Klosterviertel mit ein. Es sollen jedoch noch möglichst viele Kyritzer Gelegenheit haben, sich mit ihren Vorstellungen zur Gestaltung der Gärten einzubringen. Die Pläne sind auf www.klosterviertel-kyritz.de zu sehen und werden auch demnächst auch noch anderweitig öffentlich gezeigt.

Quelle: Stadt Kyritz (inkl. Foto)


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