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Perleberg. In der Nacht vom 23. zum 24. Mai konnte man wieder unheimliche Geräusche, Kindergeschrei und Gemurmel in Perleberg aus dem alten Gemäuer des Wallgebäudes vernehmen. 22 Kinder aus der Klasse 2c der Rolandschule hatten von ihrem Klassenlehrer Thomas Kajnat eine Eintrittskarte für die Grusel-Lesenacht erhalten und warteten ungeduldig und voller Anspannung am Donnerstagabend vor der Stadtbibliothek. Im Gepäck dabei natürlich Luftmatratze, Schlafsack, Leselampe und das Lieblingskuscheltier.

Nachdem Bibliotheksleiterin Susann Fritz und Mitarbeiterin Petra Sommerfeld-Mader den Eintritt durch Spinnenweben, und fliegende Gespenster, vorbei an Grabsteinen, Skeletten und Riesenspinnen gewährten, wurde mit einem Toast und „verdünntem Krötenblut“ der Gruselabend eröffnet.

Nach der Geschichte „Wovon leben Gespenster“ von Cornelia Funke, präsentierten einige Kinder ihr selbst verfasstes Gruselgedicht den applaudierenden Zuhörern. Dann wurde es ganz ruhig, eine Vampirgeschichte wurde von mehreren guten Lesern der Klasse mit verteilten Rollen vorgelesen. Nach einem rasanten Mumienwickelspiel, gab es eine Stärkung am Gruselbuffet, welches die Bibliothek und die Eltern liebevoll für die „kleinen Nachteulen“ vorbereitet hatten.

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Fix wurden nun zwischen und hinter den Bücherregalen kleine, kuschelige Schlafplätze aufgebaut und die Taschenlampen und Leuchtstäbe startklar gemacht, denn zu einer richtigen Lesenacht gehört natürlich auch eine Nachtwanderung durch den dunklen Hagen. Dort rückten dann selbst die mutigsten Jungen dichter zusammen, denn Werwolfgeheul und schaurige Käuzchenrufe hallten über die Wiese herüber. Zum Glück konnten die Gruselgestalten als verkleidete Mamas und Papas enttarnt werden.

Irgendwann schliefen die Leseratten tief und fest

Im Schlafanzug, zurück auf den Nachtlagern, konnte nun ausgiebig in den Büchern von „Hexe Lilli“, den „Olchis“ oder dem „Magischen Baumhaus“ gelesen werden. Auch nachdem zwölf Mal ein Gongschlag die Geisterstunde verkündete, waren die meisten Taschenlampen noch hell erleuchtet, doch irgendwann schliefen auch die ausdauerndsten Leseratten tief und fest.

Am nächsten Morgen wartete schon ein leckeres Frühstück und danach wurde gepackt, gefegt und aufgeräumt, bis alle Geisterspuren der letzten Nacht in der Bibliothek beseitigt waren. Für die Kinder wird es hoffentlich ein unvergessliches Leseerlebnis bleiben. Die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek bedanken sich ganz herzlich bei allen fleißigen Eltern, Helfern und Betreuern des Abends für die ideenreiche Mitgestaltung dieser tollen Veranstaltung.

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» Schulen und Kindereinrichtungen, die sich zu einer Lesenacht anmelden möchten können sich in der Stadtbibliothek Perleberg unter der Telefonnummer: 03876/612927 zu einer Vorabsprache melden.

Quelle: Stadt Perleberg (inkl. Fotos)


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