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Wittenberge. Mit einem öffentlichen Gedenken an der Freifläche Wiglow-/Ecke Parkstraße beginnt am 17. Juni um 13 Uhr in Wittenberge eine mehrtägige Radtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit 30 Teilnehmern aus Mecklenburg-Vorpommern, darunter 19 Schülerinnen und Schüler.

Bei der gemeinsamen Gedenkveranstaltung mit der Landesbeauftragten für Brandenburg wird die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher an das Schicksal von insgesamt 29 Jugendlichen aus Wittenberge erinnern, die wegen angeblicher staatsfeindlicher Aktionen 1945/46 von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet wurden.

Jugendlichen wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet

Für die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur wird Rainer Potratz die Ereignisse des 17. Juni 1953 aus historischer Perspektive schildern. Schülerinnen und Schüler werden schließlich die Namen der verfolgten Jugendlichen verlesen.

In einem Keller in der Villa in der Wiglowstraße in Wittenberge wurden Ende 1945 Jugendliche aus Wittenberge vom sowjetischen Geheimdienst verhört. Von den 1945/46 festgenommenen Jugendlichen wurden drei zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Alle anderen Jugendlichen wurden zu sieben bis zehn Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Neun von ihnen starben aufgrund der unmenschlichen Haftbedingungen in sowjetischen Speziallagern wie Sachsenhausen.

Quelle: Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern


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