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» Ruhe und Erholung im Landschaftsschutzgebiet Kyritzer Seenkette

Kyritz. Sehnsucht nach Stille und idyllischer Natur? Dann ist eine Kanufahrt auf der für Motorsportboote gesperrten Kyritzer Seenkette im Reisegebiet Prignitz die passende Lösung! Natur- und Landschaftsführer Andree Kienast bietet hier komplett organisierte Touren seeabwärts ab Bork-Lellichow bzw. seeaufwärts ab Wusterhausen/Dosse an.

Das hübsche Städtchen selbst lohnt auch einen Besuch. Auf eigene Faust geht das jetzt erstmals auch p er Audio-Guide über die Gratisapp „Hearonymus“. Die etwa 20 Kilometer lange eiszeitliche Schmelzwasserrinne, die heute die Kyritzer Seenkette bildet, wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts für touristische und Naherholungszwecke genutzt.

Foto: Markus Tiemann

„Die Landschaft bietet hier mit ausgedehnten Wäldern, Mooren, Flussläufen und verträumten Seen ein besonderes Naturerlebnis. Im Landschaftsschutzgebiet Kyritzer Seenkette kommen viele geschützte, seltene Tierarten wie Fischotter, Biber, Rotmilan und Seeadler vor“, so Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V.

Wie an einer Perlenschnur aufgezogen erstrecken sich die Seen des Ober- und Untersees der Kyritzer Seenkette von Bork-Lellichow bis nach Wusterhausen an der Dosse – ein großes Freizeitparadies für Angler, Camper, Radler, Wanderer und Wassersportler. „Sportboote mit Verbrennungsmotoren sind bis auf das Fahrgastschiff auf der Kyritzer Seenkette nicht zugelassen – das bietet nicht nur Schutz für die einzigartige Natur, sondern garantiert a uch Ruhe und Entspannung für die Besucher“, verrät Natur- und Landschaftsführer Andree Kienast.

Foto: Jeanette Kuether

Tourismus hat besonders in der Dossestadt Wusterhausen am Südufer der Kyritzer Seenkette eine lange Geschichte: „Hier übernachteten Pilger und Könige und es gab einen ‚Gesundbrunnen’. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts reisten die Berliner per Bahn und Auto zur ‚Sommerfrische’ an. 1928 fuhr erstmals das Fahrgastschiff auf dem See und das Strandbad entstand.

1965 wurde der DDR-Zeltplatz sogar zum Internationalen Campingplatz qualifiziert, und der Tourismus geht bis heute erfolgreich weiter“, berichtet Katharina Zimmermann, Leiterin des Wegemuseums Wusterhausen. Das Museum selbst ist auch Ausgangspunkt für den neuen kostenlosen Audio-Guide durch Wusterhausen.

Foto: Markus Tiemann

Per App gelangen die Besucher vom Museum über insgesamt zehn Stationen durch die Stadt. Dafür muss man nur die Gratisapp Hearonymus herunterladen und dann über „Guide Suche“ das Stichwort „Wusterhausen“ eingeben. Der Guide ist Teil der Audioführung „Historische Stadtkerne“.

Die Stadt Wusterhausen ist in besonderem Maße durch den Lauf der Dosse, die Wasserregulierung seit dem Mittelalter und ab 1900 durch die Sommerfrische am See geprägt. Was liegt da näher, als die Schauplätze dieser Geschichte per Kanutour auf See und Fluss zu erleben? Natur- und Landschaftsführer Andree Kienast organisiert deshalb die Tagestour „Mit dem Kanu auf alten Wasserwegen“, die durch die Kyritzer Seenkette führt und mit einem Besuch des Wegemuseums in Wusterhausen beginnt.

Foto: Erik-Jan-Ouwerkerk

Danach folgt eine Führung durch die historische Altstadt zum Thema „Wusterhausen im Fluss“. Weiter geht es per Rad oder Auto ins zehn Kilometer entfernte Stolpe, wo Kanus und Ausrüstung für die Paddeltour bereitliegen. „Die Kanus werden am romantischen Waldkanal eingesetzt und von hier paddelt es sich gemütlich auf dem Untersee mit seinen waldbestandenen Ufern bis zur Seemühle. Mit etwas Glück lassen sich Eisvogel, Graureiher und Biber beobachten“, so Kienast.

Nach kurzem Umsetzen der Boote geht es über das Flüsschen Klempnitz bis zu dessen Mündung in die Dosse und dort zum Endpunkt der Tour an der geschichtsträchtigen „Schiffahrt“ unweit des Wegemuseums – hier soll sich einst der Hafen von Wusterhausen befunden haben.

Foto: Erik-Jan-Ouwerkerk

Für eine Rast während der Kanutour lohnt sich die Untersee-Insel, auf der einst eine slawische Burg gestanden haben soll. Seit 1893 wird hier eine einmalig idyllisch liegende Gaststätte betrieben. Das Restaurant „INSL“ serviert heutzutage vorzugsweise Gerichte aus regionalen und saisonalen Produkten. Besonders beliebt sind die Burgervariationen.

Das Fleisch stammt ebenso aus der Gegend wie die Säfte, die aus der Kyritzer Mosterei kommen. Besucher ohne Kanu können sich auch von der kleinen Fähre zur Insel übersetzen lassen. Die Tagestour „Mit dem Kanu auf alten Wasserwegen“ ist für bis zu zwölf Personen von April bis Oktober buchbar.

Foto: Erik-Jan-Ouwerkerk

Eintritt ins Wegemuseum, Boote, Ausrüstung und Shuttle-Service sind im Preis von 35 Euro pro Person inklusive, Mietfahrräder sind zubuchbar. Buchung und weitere Infos gibt es bei Andree Kienast unter der Telefonnummer 0170/3601135.

Quelle: Tourismusverband Prignitz e.V.
Foto oben: Kati Bork


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