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Wittenberge. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann begrüßte am Montag rund 30 Teilnehmer einer mehrtägigen Radtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Rathaus. Die Organisatoren, darunter der Verein Politische Memoriale, hatten sich in diesem Jahr die Elbestadt als Startort der Grenzradtour ausgesucht.

Die Radtour findet jährlich und anlässlich des Aufstandes vom 17. Juni 1953 statt. An diesem Tag kam es in der DDR zu einer Welle von Streiks und Protesten die von der Sowjetarmee gewaltsam niedergeschlagen wurden.

Schicksal von 29 Jugendlichen aus Wittenberge

Nach der Eröffnung im großen Sitzungssaal, ging es für die Teilnehmer, darunter auch die Landesbeauftragte für Mecklenburg Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anne Drescher, zu einer Gedenkveranstaltung an der Ecke Wiglow- und Parkstraße.

Dort erinnerte Anne Drescher an das Schicksal von 29 Jugendlichen aus Wittenberge, die 1945 und 1946 wegen vermeintlich staatsfeindlicher Aktionen von der den sowjetischen Besatzern verhaftet und in einem Keller am Ort des Gedenkens festgehalten wurden.

An dem Gedenken beteiligte sich neben Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums auch Bodo Wegner. Er ist einer von heute noch drei lebenden Wittenbergern, die damals zu den inhaftierten Jugendlichen gehörten.

Quelle: Stadt Wittenberge
Foto: Martin Ferch


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