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Pritzwalk. In lockerer und freundschaftlicher Atmosphäre endete am Dienstagabend der Besuch einer kleinen Delegation aus der Partnerstadt Winsen (Luhe) in Pritzwalk. 14 Gäste hatten sich aus der niedersächsischen Kreisstadt auf den Weg in die Prignitz gemacht.

Zwei Bürgermeister: André Wiese aus Winsen (Luhe) und Dr. Ronald Thiel aus Pritzwalk. Foto: Hans-Werner Boddin

Der Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel begrüßte seinen Amtskollegen André Wiese vor dem Rathaus. „Wir wollen wieder mehr Nähe hinbekommen, ob über die Verwaltung, zwischen Vereinen oder Kindern und Jugendlichen“, betonte das Stadtoberhaupt.  

Gäste aus Stadt und Vereinen

Das Thema des Besuchs war unter anderem die politische Wende vor 30 Jahren. Bürgermeister André Wiese hatte neben Vertretern aus der Stadtverwaltung auch Mitglieder des Winsener Stadtrates, des Kreistages Harburg, dessen Kreisstadt Winsen ist, und des „Heimat- und Museumvereins Winsen (Luhe) und Umgebung“ mitgebracht. „Der Verein geht der Frage nach, wie wir mit dem Thema ‚30 Jahre Wende‘ umgehen, auch in der Verwaltung“, so André Wiese.

Rundgang im Zahnradwerk Pritzwalk. Foto: Beate Vogel

Der Verein betreibt das Museum im Marstall in Winsen. Dessen Leiterin Ilona Johannsen war mitgekommen. So war die Führung durch die Pritzwalker Museumsfabrik obligatorisch. Museumsleiter Lars Schladitz präsentiert mit einem Trabant und einem VW erste Exponate für die Ausstellung „Wendezeiten 1989 1990“, die stellvertretend für die damals typischen Fahrzeuge für die Fahrt nach „Drüben“ stehen. Die Ausstellung, die am 3. Oktober in Pritzwalk eröffnet wird, bereiten die Winsener gemeinsam mit den Pritzwalkern vor.

Später zwei Gruppen

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es ins Zahnradwerk Pritzwalk. Dessen wirtschaftlicher Werdegang ist eng mit der Wende verknüpft, berichtete Vertriebsingenieur Jörg Wielgohs, der die Gruppe durch die Produktion führte. Die Besucher zeigten sich nach dem Rundgang durch Dreherei, Fräserei und Härterei beeindruckt.

Besichtigung des Hainholzbades. Foto: Beate Vogel

Später teilte sich die Gruppe. Während die Vertreter aus dem „Heimat- und Museumverein“ sich in der Museumsfabrik in die gemeinsame Ausstellungsvorbereitung stürzten, besichtigten andere das Hainholzbad. Das war für Bürgermeister André Wiese und seine Begleiter insofern interessant, da Winsen kein solches Angebot vorhält. Immer wieder bot der gemeinsame Tag Gelegenheit für Gespräche und Anregungen zu den verschiedensten Themen – Wirtschaft, Tourismus, Marketing, Kultur oder Verwaltung.  

Letzter Besuch 2016

Die Partnerschaft zwischen Pritzwalk und dem 195 Kilometer entfernten Winsen (Luhe) besteht seit 1990. Zuletzt weilten die Winsener 2015 in der Dömnitztstadt, die Pritzwalker waren 2016 mit einer 14-köpfigen Delegation in der Stadt bei Hamburg zu Gast. Der Tenor nach dem gemeinsamen Tag: Ein Gegenbesuch wird nicht lange auf sich warten lassen.

Lars Schladitz (im blauen Anzug) zeigt in der Museumsfabrik die ersten Exponate für die Wende-Ausstellung – unter anderem ein Trabant aus der Zeit vor 1989. Foto: Beate Vogel

Foto oben: Die Gäste aus Winsen (Luhe) und Vertreter der Stadtverwal-tung Pritzwalk vor dem Rathaus. Vorn die beiden Bürgermeister André Wiese (l.) und Dr. Ronald Thiel.

Quelle: Stadt Pritzwalk
Foto oben: Hans-Werner-Boddin


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