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» Grenzlandtour mit Touristikern und Kommunalpolitikern festigt Zusammenarbeit

Prignitz. Die Prignitz befindet sich für Reisende, die einen Faible für Natur in Verbindung mit urwüchsiger Landschaft und Flusslandschaft haben, ideal gelegen auf halber Strecke zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg. Gleich drei Bundesländer stoßen auf Höhe von Wittenberge aufeinander: Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Während es auf ostdeutscher Seite rund 40 Jahre eher eine stark gesicherte Region war, in die man als Auswärtiger kaum reisen durfte, war es auf westdeutscher Seite ebenfalls eine Region, die durch das geplante Atomendlager in Gorleben nicht gerade einen Anziehungspunkt für normale Touristen darstellte. Dies soll sich jetzt ändern.

Um hier nicht nur Synergieeffekte feststellen zu können, sondern – wenn möglich – auch gleich mit Leben zu erfüllen, veranstaltete der Tourismusverband Prignitz e. V. unter Leitung von Mike Laskewitz vor wenigen Wochen eine Premiere.

Erstmals trafen sich mit Unterstützung durch den Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb der Stadt Wittenberge, der Samtgemeinde Gartow sowie durch die Genesis GmbH unter Leitung des „Multitouristikers“ Lutz Lange knapp 20 Tourismusdienstleister, Bürgermeister und Kommunalpolitiker zu einem gemeinsamen Termin, bei dem es um eine Intensivierung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit ging.

„Grenzen“, so Mike Laskewitz bei der Begrüßung, „wie sie einst die Elbe bildete, sind für den einzelnen Gast längst nicht mehr existent und auch nicht mehr sichtbar, sodass ein Kanufahrer beispielsweise ohne es tatsächlich zu realisieren im Verlaufe einer 10 Kilometer langen Kanutour problemlos drei Bundesländer aufsuchen kann.“

Dass hier noch gewisse Anpassungs- und Abstimmungsdefizite zwischen den einzelnen Bundesländern und vor allem den jeweiligen Naturschutzbehörden bestehen, was die Genehmigungen beispielsweise zum Anlegen oder Zelten in Flussnähe betrifft, ist allen Beteiligten durch die Ausführungen des Leiters der Wasserschutzpolizei Harald Schuhmacher mehr als deutlich gemacht worden.

Im Rahmen der „Grenzlandtour“ trafen sich erstmals zahlreiche Kommunalpolitiker sowohl aus Brandenburg als auch aus Niedersachsen. So waren neben dem Wittenberger Bürgermeister und Tourismusverbandsvorsitzenden Dr. Oliver Herrmann auch die Schnackenburger Bürgermeisterin Irene Brade sowie Christian Järnecke, Samtgemeindebürgermeister von Gartow dabei.

Die Tour, die erst auf dem Dampfer „Herz 2“ von Wittenberge nach Cumlosen führte, dann im Kanu auf die „andere“ Seite nach Schnackenburg ging und von dort nach der Besichtigung des Grenzlandmuseums per Rad zur Therme nach Gartow führte, diente in erster Linie dazu, dass die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kamen und auch Kontakte vertiefen konnten.

„Wir haben das, was wir mit dieser Grenzlandtour beabsichtigten, nämlich eine deutliche Intensivierung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, geschafft“, resümiert ein sichtlich zufriedener Mike Laskewitz. Dass daneben noch reichlich Informationen über die jeweiligen touristischen Angebote der jeweils anderen Seite ausgetauscht werden konnten, war dann das berühmte „Tüpfelchen auf dem i“!

Dies soll auf keinen Fall eine Einmalaktion bleiben, das war den Teilnehmern ebenfalls klar, und so werden bereits jetzt Pläne und Terminkalender für das „nächste Mal“ miteinander abgestimmt.

Quelle: Tourismusverband Prignitz e.V.
Fotos: Meeco


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