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Pritzwalk. Der Biberdamm an der Promenade in Pritz­walk ist weg. Nach mehreren Terminen mit Vertretern der Stadt Pritzwalk, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Wasser- und Bodenverband „Prignitz“ und einem der ehrenamtlichen Biberberater des Landes Brandenburg, Mirko Beutling, einigten sich die Beteiligten darauf, den Damm abzutragen. Das hatte die Stadt Pritzwalk so beantragt.

Marcus Pankow, Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Prignitz, war mehrmals vor Ort. „Wir hatten Ortstermine am 3. und am 16. September.“ Zuletzt war Marcus Pankow am 30. September da: „Da war der Damm weg.“

Biberaktivitäten beunruhigten Anlieger

Mitten in der Stadt, vor der Dömnitzbrücke an der Promenade, hatten sich etwa Anfang August Biber offenbar fest niedergelassen und den Damm gebaut. Das hat – mit Blick auf mögliche Hochwasserereignisse – nicht nur Anlieger beunruhigt. Laut dem Biberberater ist ein Biber an dieser Stelle schon seit 2018 aktiv.

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Anfang August dieses Jahres begann er mit dem Dammbau. Im Revier wurden schon zwei bis drei Junge mit den Alttieren gesichtet. „Wenn man den Biber hätte gewähren lassen, hätte er den Damm immer weiter aufgestockt, das hätte die Böschung ausgespült und womöglich das Brückenbauwerk beschädigt. Abgebaut haben den Damm Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbandes „Prignitz“, der für die Dömnitz zuständig ist.

Grundlage ist die Biberverordnung

Laut Marcus Pankow wurde der Damm schrittweise abgebaut. „Immer am frühen Morgen, damit das Wasser tagsüber ablaufen konnte“, so Marcus Pankow. Das Baumaterial wurde abgefahren, damit die nachtaktiven Tiere den Damm nicht wieder neu bauen. „Das machen wir so lange, bis die Biber das Interesse verlieren.“

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Die Grundlage für die Beseitigung des Biberdammes an der Brücke ist die Brandenburgische Biberverordnung. Eine gesonderte artenschutzrechtliche Genehmigung ist hier nicht nötig, erklärte Marcus Pankow. „Läge der Damm in einem Naturschutzgebiet wie etwa dem Hainholz, wäre das so nicht möglich“, erklärte er. Sollten sich die Biber woanders im Stadtgebiet ansiedeln, müsste neu geprüft werden.

Quelle: Stadt Pritzwalk
Fotos: Andreas König


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