Kohl, Kartoffeln, Knacker: Regionalmarkt „Pritzwalk kniepert“ war gut besucht

Pritzwalk. Teller um Teller füllten die Mitarbeiterinnen der Neudorfer Fleischerei mit Knieper, Kartoffeln und Knacker: Die Schlange im Anbau des Pritzwalker Kulturhauses riss am Samstag nicht ab. Der Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung und der Brandenburger Agrarverband „pro agro“ hatten unter dem Motto „Pritzwalk kniepert“ zur inzwischen vierten Knieperkohlsaisoneröffnung eingeladen. Die Stadt Pritzwalk unterstützte die Veranstaltung.

Werbung
Dank an die Ideengeber

Zur Eröffnung Regionalmarktes dankte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel Heike Fuchs, Fachgebietsleiterin Kultur, Freizeit, Tourismus, Jugend und Senioren, und dem leider schwer erkrankten Hans-Werner Boddin, die vor Jahren die Idee zu dem bunten Markt gehabt hätten. Auch Horst Fenske, der Knieperfuchs, hatte den Weg ins Kulturhaus gefunden. Im Fuchskostüm steckt inzwischen sein Sohn Patrick Fenske, der auch schon Enkel Philipp als Minifuchs mitnimmt. Der Knieperfuchs streifte mit dem Pritzwalker Maskottchen Willy Wolf durch den Markt.

An die 25 Stände boten den Besuchern nicht nur regionale Produkte verschiedenster Art. Mit dabei waren unter anderem Anbieter für Honig, Liköre, Strickwaren, Seifen, Holzspielzeug und natürlich leckere Spezialitäten wie Räucherfisch. Der Wahrberge-Verein bot die Gelegenheit, vor einer Fotowand  Erinnerungsfotos mit Fuchs und Wolf zu machen. Am Bastelstand bei Renate Groenewegen ließ sich ein kleiner Knieperfuchs zum Anstecken herstellen.

Nachschub riss nicht ab

Dass der Nachschub am Prignitzer Nationalgericht Knieperkohl nicht abriss, dafür hatte Jean Duwe von der Neudorfer Fleischerei gesorgt: „Wir haben eine Vierteltonne Knieper mitgebracht“, erklärte er. Das seien um die 1000 Portionen. Und die Plätze an den Tischen im Kulturhausanbau waren stets voll besetzt.

Produktion und Vertrieb des Knieperkohls haben die Neudorfer erst im vergangenen Jahr übernommen, so Geschäftsführer Enrico Dietsch: „In der letzten Saison haben wir aus 25 Tonnen Rohkohl Knieper produziert.“ Die aktuelle Saison ist gerade gestartet. Der Kohl – Weißkohl, Grünkohl und Markstammkohl – kommt aus Dithmarschen an der Nordsee, dem größten Kohlanbaugebiet Europas. Zu den Abnehmern gehören vor allem Gaststätten, aber auch Kunden im Online-Shop.

Lokale Identität stiften

Der  Regionalmarkt „Pritzwalk kniepert“ wird nicht nur von „pro agro“ gefördert, sondern auch vom Tourismusverband Prignitz unterstützt. „Zusammen mit dem Tourismusverband wollen wir das Nationalgericht Knieperkohl weiter voranbringen und wie mit dem Markt lokale Identität stiften“, kündigte Bürgermeister Dr. Thiel an.

Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, lobte das Engagement der Pritzwalker in Sachen Knieper: „Hier bewegt sich seit einigen Jahren etwas. Ohne solche Partner bekommen wir nichts hin.“ Fachgebietsleiterin Heike Fuchs freute sich zu verkünden, dass die Förderung von „pro agro“ im nächsten Jahr aufgestockt werden soll: „Dann können wir auch draußen ein beheiztes Zelt aufstellen und weitere Anbieter dazuholen, denen wir jetzt absagen mussten.“

Foto oben: Präsentieren das Prignitzer Nationalgericht, den Knieperkohl (v.r.): Bürgermeister Dr. Ronald Thiel, der Knieperfuchs, Enrico Dietsch von „Die Neudorfer“, Stephanie Guhl von „pro agro“, Halldor Lugowski, Heike Fuchs, Jean Duwe und Mike Laskewitz vom Tourismusverband Prignitz.

Quelle: Stadt Pritzwalk
Fotos: Beate Vogel