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Pritzwalk. Mehr als 7400 Gold- und Silbermünzen aus dem 13. bis 15. Jahrhundert werden am Dienstag, 26. November, der Mittelpunkt einer Präsentation in der Museumsfabrik Pritzwalk sein. Der Archäologe Matthias Pytlik aus Berlin stellt um 18 Uhr den spektakulären Münzschatzfund aus Altlandsberg vor.

Als 2016 die geplante Neugestaltung der Außenanlagen des Schlossgutes Altlandsberg begann, wurde die Firma ABD Dressler mit der archäologischen Baubegleitung und Dokumentation des Projektes beauftragt. Es war sicher einer der größten beruflichen Glücksmomente für die beiden Archäologen Torsten Dressler und Matthias Pytlik, als sie auf den bislang größten in Brandenburg gefundenen Münzschatz stießen: ein spätmittelalterliches Keramikgefäß, gefüllt mit tausenden Gold- und Silbermünzen.

Landesgeschichte wird sichtbar

Darunter befanden sich 13 Prager und Meißner Silber-Groschen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, elf rheinische Goldgulden aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts sowie mehr als 7000 silberne Hohlpfennige aus dem 13. und 14. Jahrhundert.

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Der genaue Fundplatz befindet sich auf dem Domänenhof gegenüber dem Brau- und Brennhaus. Im 15. Jahrhundert gehörte dieser Platz noch zum unmittelbaren Vorfeld der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung Altlandsberg.

Die genaue Bestimmung des Fundortes ermöglicht die Rekonstruktion von historischen Zusammenhängen und macht damit ein weiteres Stück Landesgeschichte sichtbar. Denn Münzfunde dieser Art sind für Archäologen und Kunsthistoriker eine wichtige Forschungsquelle. Sie geben Einblicke in wirtschaftliche Verhältnisse, ökonomische Verbindungen, politisches Selbstverständnis sowie technische und künstlerische Besonderheiten der jeweiligen Zeit.

Interpretation nicht eindeutig

Prof. Dr. Franz Schopper, der Direktor und Landesarchäologe des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums in Wünsdorf: „Wenn sich die bisher vermutete Verbergungszeit um 1430 bestätigt, könnte es sich tatsächlich um einen Vorgang im Zusammenhang mit dem Zug der Hussiten in die Mark Brandenburg handeln. Für eine endgültige Interpretation muss jedoch die Bearbeitung aller Münzen abgewartet werden.“

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Der Eintritt zum Vortragsabend beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Museumsfabrik Pritzwalk unter www.museumsfabrik-pritzwalk.de oder telefonisch unter 03395/76081120.

Quelle: Stadt Pritzwalk
Foto: Torsten Dressler


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