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» Tourismusverband Prignitz e.V. und das Amt Bad Wilsnack-Weisen übergeben Knotenpunktpatenschaft

Bad Wilsnack/Weisen. In der Prignitz kommt man nicht an ihnen vorbei. Insgesamt 133 Knotenpunkte weisen den Weg über 1.170 Kilometer Radwegenetz. Seit 2016 werden sie ergänzt durch Leistungsträgertafeln, die Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten und Servicestationen in der unmittelbaren Nähe ausweisen. „Die ADFC-Radreiseanalyse 2019 ergab, dass die Wegweisung vor Ort noch vor Radkarten, Apps oder dem mobilen Internet die Nummer eins in punkto Orientierung bei den Radfahrgästen bleibt“, so Carola Krakow, Radwegekoordinatorin des Tourismusverbandes Prignitz e.V. Dies zeige die Wichtigkeit der Pflege und regelmäßige Kontrolle der Beschilderung, ist sich die Radwegekoordinatorin sicher.

Was sich beim Thema Wandern schon längst bewährt hat, wurde nun in der Prignitz für das Radfahren übernommen. So wurde in der Prignitz auf das „Patensystem“ zurückgegriffen. Gleich zwei ehrenamtliche Knotenpunktpaten wurden im Rahmen des Prignitzer Tourismusforums am 28. Oktober in Schilde bekannt gegeben und unterstützen das Amt Bad Wilsnack-Weisen und die Radwegekoordinatorin des Tourismusverbandes Prignitz e.V. bei der Aufgabe, die Beschilderung des Radwegenetzes qualitativ aufrecht zu erhalten. „Das Amt Bad Wilsnack-Weisen ist im Radtourismus sehr engagiert, was allein die Platzierung im ADFC Fahrradklimatest-Test auf Platz 1 im Land Brandenburg beweist.

Foto: Tourismusverband Prignitz e.V.

Doch so engagiert unsere Kommunen auch sind, die vielen Kilometer zur täglichen oder wöchentlichen Kontrolle zu den vor allem ländlich gelegenen Knotenpunkten sind nicht zu bewältigen“, so Krakow. Deshalb hat sich der Tourismusverband Prignitz e.V. in Zusammenarbeit mit dem Amt Bad Wilsnack-Weisen auf die Suche nach Patinnen und Paten gemacht und gleich zwei Freiwillige gefunden. Die Rühstädterin Theresa Glaeser-Fritz übernimmt die Patenschaft für den Knotenpunkt 43 und sagt über ihre Aufgabe: „Ich übernehme gern ehrenamtlich Verantwortung und verbinde meinen Sonntagsspaziergang zukünftig mit der Kontrolle ‚meines‘ persönlichen Knotenpunktes in Rühstädt.“ Auch Jan Conrad freut sich schon auf sein Engagement. Er hat den Knotenpunkt 33 in Sandkrug übernommen, wo er ein Wochenendhäuschen hat.

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Wie ernst ihm seine Aufgabe ist, hat er schon im Voraus bewiesen. Noch vor Vertragsunterzeichnung und Urkundenübergabe wagte er einen Blick auf sein Patenkind und kontrollierte dessen Zustand. „Unsere derzeitigen Paten sind ortskundig und heimatverbunden. Sie bringen ein entsprechendes Maß an Enthusiasmus für die Aufgabe mit, denn die Beschilderung nutzt nicht nur Radlern, die Wertschöpfung in die Region bringen, sondern auch Einheimischen“, erläutert Krakow. Zu ihren Aufgaben zählt es nun die Knotenpunkte mindestens vierteljährlich – auf jeden Fall zu Beginn und zum Ende der Fahrradsaison auf ihren Zustand zu überprüfen. Dazu zählen das Vorhandensein aller Fahnenwegweiser, die Prüfung auf Schäden (Vandalismus oder Umwelteinflüsse) sowie die Reinigung bzw. Meldung von groben Mängeln (Graffiti o. Ä.). Die Informationsübermittlung erfolgt per Foto an den Tourismusverband. Das Amt zeigt sich begeistert über das Engagement und ruft auch weitere Patinnen und Paten auf sich beim Tourismusverband zu melden. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Partnern und hoffen, dass viele auf den Zug aufspringen“, so Torsten Jacob, Amtsdirektor. Der Tourismusverband will zukünftig weitere Kommunen ansprechen und für das Patensystem werben.

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Foto oben: Die Knotenpunktpaten Theresa Glaeser-Fritz und Jan Conrad bei der Übergabe ihrer Urkunde als Paten.

Quelle: Tourismusverband Prignitz e.V.
Foto oben: Torsten Poster


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