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Mellen. Unter den insgesamt sieben herausragenden archäologischen Orten der Prignitz, die unter der Wort-/Bildmarke „Zeitschätze Prignitz – Zentrale Archäologische Orte (ZAO)“ zusammengefasst wurden, stellt das jungsteinzeitliche Großsteingrab in Mellen eine Besonderheit dar. Es ist mit einem geschätzten Alter von ca. 5000 Jahren nicht nur die älteste oberirdisch sichtbare archäologische Stätte der Prignitz, sondern bisher auch der einzige wissenschaftlich nicht untersuchte ZAO-Standort. Archäologische Ausgrabungen sind bisher vor Ort nicht erfolgt und auch über das Umfeld (z. B. Siedlungsflächen) ist wenig bekannt.

Es fehlen gesicherte Aussagen zur genaueren Datierung und Bau- und Nutzungsgeschichte der monumentalen Gesamtanlage. Aktuell sind nur archäologisch-bautyplogische Vergleiche möglich. Zahlreiche dieser vor allem in Norddeutschland und Skandinavien weit verbreiteten Großsteingräber (auch Megalithgräber genannt) sind noch bis ins 19. Jahrhundert vollständig zerstört oder stark beschädigt worden, um aus ihnen Baumaterial zu gewinnen. Auch das Mellener Grab diente bis 1845 als Steinbruch. 1887 wurde es auf Anweisung der Provinzialdenkmalpflege unter Denkmalschutz gestellt. Es ist eines der letzten erhaltenen Großsteingräber in Brandenburg.

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Der Landkreis Prignitz konnte nun über die Universität Göttingen die Archäologin Alexandra Philippi (Seminar für Ur- und Frühgeschichte) für erste Grundlagenforschungen gewinnen. Neben der Erfassung, Zusammenstellung und Auswertung einzelner jungsteinzeitlicher Funde (Keramiken, Pfeilspitzen, Steinwerkzeuge) des frühen 20. Jahrhunderts, die verstreut in mehreren Museen aufbewahrt werden, erfolgen auch Feldbegehungen des Geländes vor Ort.

Dabei werden vor allem ein Siedlungsareal und Gräberfeld im unmittelbaren Umfeld des Großsteingrabes intensiver betrachtet. Erste großartige neue Einzelfunde, darunter zwei neolithische Pfeilspitzen, konnten durch Frau Philippi bereits bei einer Erstbegehung gemacht werden. Dies zeigt bereits jetzt, welches archäologische Potenzial in Mellen zu erwarten ist.

Quelle: Landkreis Prignitz (inkl. Foto)


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