» Prignitzer Elektromeister stellte Bilder in New York aus

Wittenberge. New York – beim Klang dieses Namens pocht jedes Künstlerherz, denn in Sachen Kunst ist die nie schlafende Mega-City nämlich weltweit immer ganz vorn dabei. Vom 18. bis 24. November zeigte die renommierte VAN DER PLAS GALLERY in New York ein Ausstellungsprogramm für aufstrebende Künstler aus aller Welt. Insgesamt 47 Künstler erhielten die Gelegenheit ihre Werke in einem etablierten Umfeld der New Yorker Szene zu präsentieren. Unter den eingeladenen Künstlern befand sich auch der Wittenberger Elektromeister Frank Walkenhorst mit drei eigenen Bildern.

Eine Vernissage direkt vom Flur das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz in das Herz der Kunstmetropole New York City, das kann eigentlich nur ein Traum sein. Aber Träume hatte Elektromeister Frank Walkenhorst schon immer. Und klein mussten diese auch nicht unbedingt sein. Aber als die Einladung zur Kunstausstellung in Manhattan via E-Mail im Postfach des Wittenbergers landete, wurde sie erstmal sogleich als Spam markiert und vorsorglich gelöscht. Erst beim zweiten Versuch der Kontaktaufnahme durch das Kunsthaus VAN DER PLAS GALLERY wurde Walkenhorst stutzig und las genauer, schildert Frank Walkenhorst die kuriose Geschichte.

Das Ausstellungsplakat der Vernissage mit den Namen der ausstellenden Künstler.

Aufmerksam geworden war die Galerie auf Walkenhorsts Bilder über den Instagram-Account des Wittenberges. Kurzerhand war der Künstler eingeladen, um seine neuesten Werke in Amerika vorzustellen. Frank Walkenhorst, der beim Malen gern mit ungewöhnlichen Materialen experimentiert, ist ein Mann der Tat. „Abstrakte Bilder malen, das kann nicht so schwierig sein“, dachte sich Walkenhorst, als er ein Bild für die eigene Wohnung erwerben wollte. Selfmade lautete anschließend seine Devise: Ein paar YouTube-Videos mit verschiedenen Techniken wurden angeschaut, Farbe und Leinwand gekauft und schon ging es los mit der Malerei – hauptberuflich bleibt der Wittenberger weiterhin als Elektromeister in seiner Branche unterwegs.

Seine ersten Bleistiftzeichnungen hat er schon in seiner Jugend vor über 25 Jahren begonnen. „Aber erst jetzt ist auch Zeit das Hobby auszuleben“, erklärt er. Logischer Schluss konnte da eigentlich nur sein, dass Walkenhorst nach der Einladung nicht lange haderte und sofort einen Flug nach New York buchte. „Mein erster Flug überhaupt und dann gleich neun Stunden über den Atlantik, das war schon eine Hausnummer!“ resümiert er nach seiner Rückkehr vom Big Apple am 24. November mit verschmitztem Lächeln. Begleitet und unterstützt wurde er auf der Reise von seinem Sohn Dennis als Dolmetscher.

Frank Walkenhorst vor der New Yorker Skyline.

Aber wie begann die Geschichte überhaupt genau? Während Reparaturarbeiten an der Hauselektrik im Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz folgte Walkenhorst seiner Leidenschaft und begutachtete die Werke der dortigen Ausstellung einer jungen Prignitzer Künstlerin. „Und dabei fachsimpelte ich etwas mit einer Mitarbeiterin des TGZ“, beschreibt Walkenhorst den ersten Kontakt rückblickend. „Spontan bot man mir an, eine kleine Ausstellung mit meinen Bildern zu organisieren. Eine eigene Vernissage, das habe ich vorher nie geplant. Ich malte nur für den Eigenbedarf, aber die vier Wände unseres Hauses boten kaum noch Platz. Also eine gute Gelegenheit für neue Werke!“

So reihten sich weitere Zufälle aneinander, die schließlich in die Kunstgalerie nach New York führten. Aufregend ist eben das Künstlerleben und wer weiß schon, wohin die Reise noch geht: „Gestern TGZ, heute New York und nächste Woche?“, zieht Frank Walkenhorst augenzwinkernd Bilanz. Eine schöne Geschichte ist es allemal. Internetseite www.frank-walkenhort-bilder.de – Instagram: fwalkenhorst

Foto oben: Der Wittenberger Frank Walkenhorst und der NY Galerist Adrian van der Plas hängen gemeinsam ein Bild auf. 

Quelle: Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz
Fotos: Privat


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