Prignitz. Auch in diesem Jahr fand wieder eine Wachtelkönigerfassung im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg statt. Koordiniert wurden Krista Dziewiaty, die Mitarbeiter von GFN Umweltpartner und die Mitarbeiter der Naturwacht wieder von Stefan Jansen von GFN Umweltpartner. Zähltermine waren der 22. bis 29. Mai sowie der 14. bis 21. Juni. An möglichst milden und windstillen Tagen wurden ab Abenddämmerung bis 3 Uhr nachts unter Einsatz einer Klangattrappe die rufenden Männchen erfasst.

Der Wachtelkönig kommt im Biosphärenreservat vor allem im Elbvorland und dem elbnahen Deichhinterland vor. Gebiete mit einzelnen Nachweisen sind daneben die Rhinowwiesen, das Rambower Moor, die Stepenitzniederung und die Karthaneniederung bei Legde. Lebensräume sind hier Verlandungsvegetation, Feuchtbrachen, Landröhricht/Ried, Feuchtgrünland und naturnahes Grünland. Nachdem im Biosphärenreservat 2013 22, 2014 ein, 2015 drei, 2016 vier, 2017 ein und 2018 drei Nachweise gelangen, war die Suche dieses Jahr erfolglos. Für den Wachtelkönig führt neben der intensiven Grünlandnutzung, Entwässerung und das fehlende Hochwasser der Elbe seit 2013 zur Lebensraumverschlechterung im Biosphärenreservat.

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Rufende Wachtelkönige wurden gemeldet

In der Zeitschrift DER FALKE 2019, H. 11 ist jetzt ein Artikel mit der Auswertung der im Internetportal ornitho.de eingegebenen Wachtelkönigbeobachtungen in diesem Jahr erschienen. In vielen sonst regelmäßig von Wachtelkönigen besiedelten Gebieten in Nord-, Ost- und Süddeutschland blieben die Vögel ebenfalls aus oder waren nur in geringer Zahl anwesend. Der Wachtelkönig nimmt in Deutschland und vielen anderen west- und südwesteuropäischen Ländern seit Jahren ab. Im Jahr 2019 erreichte der Wachtelkönig seit der Einführung des Internetportals im Jahr 2011 die niedrigsten Bestandszahlen in Deutschland.

Jedoch wurden Ende Juni für das nordthüringische Eichsfeld das Auftreten sehr vieler rufender Wachtelkönige gemeldet. Auch im angrenzenden Nordhessen und im östlichen Westfalen gab es zahlreiche Meldungen. Für den Einflug in der Mitte Deutschlands ist aufgrund der relativ späten Ankunftsdaten der beobachteten Vögel anzunehmen, dass es sich um Wachtelkönige handelte, die zuvor andernorts eine Ansiedlung versucht hatten und dort zum Beispiel als Folge der vielerorts anhaltenden Trockenheit oder früher Mahdzeitpunkte abwandern mussten.

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Quelle: Flusslandschaft Elbe Brandenburg (inkl. Foto)


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