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Pritzwalk. Auf Einladung des Vorsitzenden des Wachstumskerns Autobahndreieck Wittstock/Dosse (WADWD), Mike Blechschmidt, trafen sich am Montagmorgen in Pritzwalk die Ministerin der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg sowie Landtagsabgeordnete Katrin Lange, die Bürgermeisterin Nora Görke (Kyritz), die Bürgermeister Jörg Gehrmann (Wittstock/Dosse) und Ronald Thiel (Pritzwalk) sowie der WADWD-Vorsitzende im Haus der Wirtschaft, dem Sitz des Vereins.

Damit führte gleich der erste Besuch in neuer parlamentarischer Funktion Katrin Lange in ihre Heimatregion: ein deutliches Signal, dass sie sich ihrer Aufgaben auch hier bewusst ist und diese wahrzunehmen gedenkt.

Förderprogramme für Kommunen

„Morgens um 7 Uhr in Pritzwalk. Ein guter Zeitpunkt, um wichtige Kommunalthemen zu besprechen. Wir Prignitzer gehören eben zu den Frühaufstehern“, sagte Katrin Lange, selbst Mitglied im WADWD, gutgelaunt. „Ich freue mich auf den Austausch mit meiner kommunalen Familie.“ Schwerpunkte der Unterredung war die Finanzausstattung der Kommunen. Insbesondere ging es dabei um die Fortführung der Städtebauförderung sowie die Erweiterung des kommunalen Infrastrukturprogramms (KIP) und dessen Ausbau auf weitere Bereiche. Thema war auch die Projektarbeit im Rahmen des von der EU geförderten LEADER-Programms.

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Die Stadtoberhäupter mahnten zunächst an, dass eine ausgeglichene kommunale Haushaltsführung künftig stärker honoriert werden sollte. Kommunen, welche über Jahre mehr Ausgaben als Einnahmen haben, dürften nicht ohne hohe Hürden vom Land entschuldet werden. Weiterhin fordern sie, dass die Landkreise auf der Grundlage Integrierter Stadtentwicklungskonzepte (INSEK) von der Landesregierung dazu verpflichtet werden, kreisliche Entwicklungskonzepte zu entwerfen.

Schulen als  Daseinsvorsorge

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda betraf die Ausstattung und Finanzierung der Schulen im ländlichen Bereich. Hier wurde die Funktion der Institution Schule als Instrument der Daseinsvorsorge hervorgehoben. Wenn es um die personelle und technische Ausstattung jeglicher Schulformen geht, müsse auch der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum Rechnung getragen werden.

Im Speziellen wurde hier die Ausstattung der Gymnasien in Pritzwalk, Kyritz und Wittstock erörtert. Bei dieser Gelegenheit wurde der Finanzministerin ein Schreiben der Schulkonferenz des Wittstocker Gymnasiums zur Übermittlung an die brandenburgische Bildungsministerin übergeben.

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Auch Unternehmen besser fördern

Darüber hinaus forderte Mike Blechschmidt, Vorsitzender des WADWD und Unternehmer, die Überarbeitung der Richtlinien für die Förderung von Unternehmensinvestitionen. Es dürfe künftig keine Rolle bei der Förderhöhe spielen, ob ein Unternehmen seinen Sitz innerhalb eines Regionalen Wachstumskerns hat oder nicht.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass dieses Gesprächsformat seine Fortsetzung finden sollte. So würden die Themen des ländlichen Raums im Bewusstsein bleiben und angemessene Berücksichtigung bei Regierungsentscheidungen finden. WADWD

Foto: Mike Blechschmidt, Katrin Lange, Nora Görke, Jörg Gehrmann und Ronald Thiel (v.l.).

Quelle: Stadt Pritzwalk
Foto: WADWD


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