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Perleberg. Dank einer großzügigen Zustiftung der Fielmann AG Hamburg ist es möglich, das Angebot von Eleonore Bielefeld anzunehmen, den fotografischen Nachlass ihres vor sechs Jahren verstorbenen Mannes, des Wittenberger Fotografen Gerd Bielefeld (1935-2014) und insbesondere die hinterlassenen Negative inklusive der damit verbundenen Bildrechte für das Stadt- und Regionalmuseum der Rolandstadt Perleberg zu erwerben.

Gerd Bielefeld war im Nordwesten Brandenburgs das, was man langläufig ein Original nennt. Insbesondere als jahrzehntelanger Fotoreporter vor allem für die Schweriner Volkszeitung, der damals größten Abonnement-Tagezeitung im Kreis Perleberg des Bezirkes Schwerin, hat er von den 1960er-Jahren an über mehr als drei Jahrzehnte das gesellschaftliche Leben in der DDR eingefangen. Er ist „Der Bildchronist“ der Entwicklung des Altkreises Perleberg und darüber hinaus der Städte und Dörfer der Prignitz.

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Zweiter großer, überregionaler und bedeutender Fotografenbestand

Neben Hunderten von Abzügen hinterließ er insbesondere einen extra angefertigten Fotoschrank zur Archivierung seiner Negative. Weit über 1.000 Negative spiegeln das Alltagsleben in der DDR unmittelbar nach dem Mauerbau wider, unter anderem Aufnahmen über Festivitäten in der Region, Sportveranstaltungen, Militärparaden sowjetischer Streitkräfte und der NVA, Jugendweihen, Kinderferienlager, Erntesituationen in der Landwirtschaft, Innenaufnahmen von Geschäften und Kultureinrichtungen etc., aber auch Alltagssituationen und Naturstudien.

Auch das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg wurde mehrfach thematisiert. So finden sich unter anderem qualitätvolle Aufnahmen aus den 1970er-Jahren von Studien zum Arbeitsalltag der langjährigen Museumsleiterin Hilde Arndt. Fräulein Arndt, wie sie liebevoll genannt wurde, war ebenso wie Gerd Bielefeld eine Legende. Kurzum, mit dem Erwerb dieses Nachlasses kann das Stadt- und Regionalmuseum nach dem Erwerb des Nachlasses des Perleberger Fotografen Max Zeisig (1867-1937) im Jahre 1939 einen zweiten großen überregional bedeutenden Fotografenbestand sein Eigen nennen.

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Quelle: Stadt Perleberg (inkl. Foto)


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