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Kyritz. Zum 1. Januar 2020 wurde der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Kyritz von der Stadt Kyritz an die ARDEX Flugplatz Kyritz GmbH übergeben. Gegründet wurde diese gemeinsam von der ARDEX Flugschule und der ARDEX Aviation Maintenance GmbH. Geschäftsführer sind Anja Mönck und Winfried Hebgen. Die Stadt Kyritz erwartet, dass sich der Verkehrslandeplatz durch den Betreiberwechsel an ein Unternehmen aus der Luftfahrtbranche weiterentwickeln kann und die Potentiale ausgeschöpft und entwickelt werden.  

Die Technische Hochschule Wildau hatte den Verkehrslandeplatz Kyritz im Jahr 2016 analysiert. Im Ergebnis wurde das Potential des Flugplatzes für die Region deutlich herausgestellt. Klar war jedoch auch, dass die Angliederung des Verkehrslandeplatzes an eine öffentliche Verwaltung nicht optimal ist. Seitdem wurde untersucht und bewertet, welche Modelle rechtlich möglich sind, die besten Perspektiven für die ansässigen Firmen, die Stadt und die Region bieten und sich wirtschaftlich tragen. Das Vorgehen  wurde zudem mit den zuständigen Stellen bei Land, Bund und der europäischen Kommission abgestimmt.

Übergang wird miteinander gestaltet

Im Ergebnis gab es im Jahr 2018 eine europaweite Ausschreibung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes konnte an die ARDEX Flugplatz Kyritz GmbH vergeben werden. Die ARDEX Flugplatz Kyritz GmbH pachtet die für den Flugbetrieb notwendigen Flächen. Die Übertragung des Flugbetriebes regelt nun ein Betreiber-Vertrag. Der am Platz ansässige Flugsportclub ist weiterhin dort beheimatet und von den Veränderungen unberührt, ebenso wie das Agrarflugmuseum, die Unternehmen Sun Ballooning und ATK-Autoteile Kyritz.

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Die Stadt Kyritz wird die ARDEX Flugplatz Kyritz GmbH mit der Neuorganisation nicht allein lassen. Der praktische Übergang wird bereits seit einigen Wochen miteinander gestaltet. Vielfältige kleine Schritte sind zu dokumentieren und abzustimmen – von der  Schlüsselübergabe, über Telefonanschlüsse bis zu Möbeln und Flugbenzinlieferungen. Insbesondere im ersten Jahr will man in engem Kontakt bleiben und den Prozess begleiten.

Verkehrslandeplatz erhalten und weiterentwickeln

Ziel der Stadt Kyritz war es immer und ist es auch heute, den Verkehrslandeplatz zu erhalten und weiterzuentwickeln. „Die Betreibung eines Verkehrslandeplatzes ist eine große Herausforderung. Der Flugplatz hat sich zu einem wichtigen Gewerbestandort für die Region entwickelt. Diese Entwicklung soll sich mit der neuen Betreibergesellschaft fortsetzen“, betont Bürgermeisterin Nora Görke.

Die Geschäftsführerin der ARDEX Flugplatz Kyritz GmbH Anja Mönck hat auch schon konkrete Pläne. Dazu gehört die Erweiterung des Luftraums, um auch bei schlechterer Sicht den Verkehrslandeplatz mit Instrumenten anfliegen zu können. Das liege auch im Interesse der Flugschule, die bis zum Verkehrspiloten ausbildet, so Anja Mönck. Die Schüler müssen bisher zum Training des Instrumentenflugs auf andere Flugplätze ausweichen. Ideen für das alte Verwaltungsgebäude und die Abflughalle gäbe es ebenfalls bereits, so Anja Mönck. Auch Photovoltaik soll integriert werden.

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25.000 Flugbewegungen auf dem Verkehrslandeplatz

Derzeit hat die Flugschule ARDEX mit Pension und Bistro 13 fest angestellte und 40 freie Mitarbeiter, die ARDEX Aviation Maintenance 21 Mitarbeiter und die ARDEX Flugplatz Kyritz GmbH wird drei Flugleiter im Tower und einen Platzmeister beschäftigen.

Im letzten Jahr gab es knapp 25.000 Flugbewegungen auf dem Verkehrslandeplatz Kyritz. Der weitaus größte Teil entfällt auf die Flugschüler sowie auf Piloten, die ihr Flugzeug zur Wartung zur ARDEX Aviation Maintenance bringen, ein kleinerer Teil auf Geschäftsreisende, die Termine in der Region wahrzunehmen haben. Entwicklungs-Potential sieht Anja Mönck auch in Piloten, die hier ihren Urlaub verbringen möchten.

Quelle: Stadt Kyritz (inkl. Foto)


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