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Kyritz. Auch, wenn das öffentliche Leben aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie eingeschränkt ist, schreitet der Stadtentwicklungsprozess in Kyritz-West voran. Gegenwärtig werden mehrere Vorhaben durchgeführt und vorbereitet. Die Projekte basieren auf den unter breiter Öffentlichkeitsbeteiligung entstandenen Plangrundlagen „Integriertes Entwicklungskonzept Kyritz-West“ und „Freiraumkonzept Kyritz-West“.

Die Finanzierung der Vorhaben erfolgt mit Unterstützung aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“, in das der Stadtteil Kyritz-West 2016 aufgenommen wurde. Ab 2020 wird das Programm unter dem neuen Namen „Sozialer Zusammenhalt“ weitergeführt.

Der erste Baustein des Freiraumkonzeptes mit einem Kostenumfang von rund 460.000 € wurde mit dem „Spielband“ auf der Fläche des abgebrochenen Wohnblockes Straße der Jugend 2 verwirklicht. Der am 19. Oktober letzten Jahres eingeweihte multifunktionale Spiel- und Bolzplatz hat sich bereits zum beliebten Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im Quartier entwickelt.

Besucher des im November letzten Jahres neu eröffneten Prignitz-Centers wird schon die Baustelle aufgefallen sein, an der ein zweites Element des Freiraumkonzeptes umgesetzt wird: Bis etwa September 2020 wird zwischen Strüwestraße und Prignitz-Center eine neue Fuß- und Radwegeverbindung mit Beleuchtung, Bänken und einzelnen Spiel- und Fitnessgeräten bei Kosten von rund 300.000 Euro hergestellt. Die Wegeverbindung von Kyritz West zum Bahnhof und weiter in die Altstadt wird dadurch bequemer und kürzer.

Unweit der Einmündung des neuen Weges in die Strüwestraße wurde das westliche Umfeld des Bahnhofes von Bewuchs beräumt, um die Gestaltung der Anbindung an den Bahnhof vorzubereiten. Dafür laufen gegenwärtig Abstimmungen mit dem zuständigen Bahnunternehmen Regio Infra Nord-Ost. Die ehemaligen Lokschuppen, die die Stadt zusammen mit der erforderlichen Platzfläche erworben hat sind nun wieder gut erkennbar und warten auf geeignete Nachnutzungsideen.

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Die Anbindung von Kyritz-West an die Bahn hat sich – zumindest für den nördlichen Bereich des Stadtteils – bereits mit der Einweihung des Bahnhaltepunktes „Am Bürgerpark“ am 18. Dezember letzten Jahres deutlich verbessert. So kann man unter anderem das Mehrgenerationenhaus, das Gymnasium sowie das Krankenhaus besser mit der Bahn erreichen, da die Züge aus Richtung Neustadt (Dosse) nun über den Bahnhof Kyritz hinaus bis zum bzw. vom Haltepunkt „Am Bürgerpark“ verkehren.

Auch an einem weiteren Standort, für den das langfristig angelegte Freiraumkonzept Maßnahmen vorschlägt, tut sich etwas. Im Innenhof an der Werner Straße („Wohnhof 3“) war auf Initiative des Quartiersrates Kyritz-West unter Beteiligung von AnwohnerInnen eine kleine Sitzecke als Ort der Begegnung entstanden.

Mit dem Projekt „DiakommA – digital ankommen in Arbeit“, das aus dem Bundesprogramm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) gefördert wird, soll nun die Umgestaltung des Wohnhofes 3, unter anderem durch Anlegen eines Mehrgenerationengartens, in Angriff genommen werden. „DiakommA“ hat seinen Sitz in der Perleberger Straße 39a und wird betreut vom Büro Blau, das Erfahrungen bei vergleichbaren Projekten hat.

Die Straße der Jugend ist in die Jahre gekommen und für viele Kyritzer ein Ärgernis. Auf dem Gehweg lauern Stolperfallen und Rad- und Autofahrer werden auf den alten Straßenbelägen durchgerüttelt. Erste Vorzeichen für Verbesserungen waren Anfang dieses Jahres erkennbar, als vor Beginn der Vegetationsperiode die alten Straßenbäume gefällt wurden. Sie befanden sich nicht mehr in gutem Zustand und behinderten die Erneuerung des Straßenraumes.

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Vorausgegangen war die Umwidmung der Straße der Jugend in eine Kreisstraße, so dass der Landkreis die ab diesen Herbst geplante Erneuerung der Straße und die Stadt die begleitenden Geh- und Radwege finanzieren. Selbstverständlich werden mit der Erneuerung des Straßenraumes auch die Nebenbereiche (Straßenbäume, Verweilzonen, Bushaltestellen) gestaltet, so dass die „Hauptstraße“ von Kyritz-West auch künftig das Stadtbild prägt.

Die geplante Sanierung der Kita „Kunterbunt“, die vor zwei Jahren 50. Geburtstag feierte, wird mit der Errichtung eines „Nachbarschaftshauses“ für den Stadtteil Kyritz-West verbunden. Im Nachbarschaftshaus sollen Angebote für alle Generationen gemacht werden, die unter anderem durch örtliche soziale Träger betreut werden. Die Ergebnisse des für die Sanierung der Kita und den Neubau des Nachbarschaftshauses durchgeführten Architekturwettbewerbes wurden im letzten Sommer im „Kulti“ ausgestellt.

Gegenwärtig stimmt die Stadt mit dem Siegerbüro des Wettbewerbes die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ab, um die Baukosten unter Berücksichtigung der Fördermöglichkeiten zu ermitteln.

Die kommunale Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft mbH ist bei verschiedenen Projekten in Kyritz West beteiligt. Am augenfälligsten ist der neue Anstrich der Wohngebäude an der Straße der Jugend. Außerdem wurde das Geschäftsgebäude Perleberger Straße 39a, im Volksmund als „Bergerhöhle“ bekannt, außen und innen saniert, einschließlich der umgebenden Wege- und Parkflächen. Hier haben – neben einem Frisör – das Quartiersmanagement Kyritz-West und das Projekt „DiakommA“ ihren Sitz. Darüber hinaus beteiligt sich die Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft mbH mit ihren Flächen bei der Umsetzung des Freiraumkonzeptes.

„Konkrete Vorhaben haben immer einen langen Planungsvorlauf. Zunächst müssen mit Beteiligung der AnwohnerInnen grundlegende Pläne wie das Integrierte Entwicklungskonzept oder das Freiraumkonzept erstellt werden. Darauf aufbauend können konkrete Projekte entwickelt,  die Finanzierung geklärt und die Beratung und Entscheidung der Stadtverordneten herbeigeführt werden.

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Das alles braucht seine Zeit und wird aktuell durch die Corona-Krise leider teilweise etwas verzögert. Da steigt dann bei vielen Beteiligten die Ungeduld. Deshalb freue ich mich, dass mittlerweile in Kyritz-West die Umsetzung erster Maßnahmen beobachtet werden kann“, so die Bürgermeisterin Nora Görke.

Quelle: Stadt Kyritz (inkl. Fotos)


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