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Lenzen. Vergangenen Freitag eröffneten das BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen und die Loki Schmidt Stiftung erstmalig die Wanderausstellung „Wilder Wald am großen Fluss“ des Elbauen-Projekts MediAN. Die Ausstellung befasst sich mit dem einzigartigen und doch fast vergessenen Wald zwischen Land und Wasser, dem Hartholz-Auenwald.

Mit dabei waren Projektbeteiligte, Förderer, Ausstellungsgestalter und andere Gäste. Nach einer Begrüßung durch die Leiterin des Auenzentrums, Dr. Meike Kleinwächter, wurde das Projekt MediAN durch Prof. Dr. Kai Jensen vorgestellt. Über die Konzipierung der Ausstellung berichteten Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, Paula Höpfner, Mitarbeitende des Projekts MediAN bei der Loki Schmidt Stiftung und Kuratorin der Ausstellung sowie Ausstellungsgestalter Uwe Franzen vom Atelier hand-werk 2.0.

Unter dem Motto Schönheit und Nutzen unserer Hartholz-Auenwälder, führte Paula Höpfner die Gäste schließlich in Kleingruppen durch die Ausstellung. Bei dem „Waldspaziergang“ ließen sich in den vielen Dioramen, hinter Gucklöchern und Klappen, seltene Tiere und Pflanzen, emporrankende Lianen und verschiedene Lebensräume der Flussaue entdecken.

Sogar ein Blick ins Erdreich wird den Gästen geboten. Zwei kleine Monitore informieren mit historischen und aktuellen Aufnahmen über Hochwasserereignisse in der Region. Über einen großen Monitor erklingen das Flöten des Pirols und ein charakteristisches Laubfroschkonzert. Eine Bilder-Show zeigt stimmungsvolle Aufnahmen aus der Flussaue.

Eine Ausstellungsebene darüber stellte Bettina Kühnast, Geschäftsführerin des Trägerverbundes Burg Lenzen, die neu gestaltete Dauerausstellung LehrReich vor, die seit Mitte Mai im Burgturm zu sehen ist. Ein interaktiver Tisch mit vielen Fotos, Audio- und Videobeiträgen lässt die Elbtalaue lebendig werden und am Bildschirm-Mikroskop werden die verborgenen Geheimnisse ans Licht geholt.

Naturnahe Hartholz-Auenwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. In ihnen wohnt eine Vielzahl seltener und äußerst anpassungsstarker Pflanzen und Tiere. Aber auch für uns Menschen hat der Hartholz-Auenwald eine wichtige Bedeutung.

So trägt er zum Beispiel zum Klimaschutz bei, indem seine Böden und Vegetation große Mengen Kohlenstoff aufnehmen. Zudem bietet er uns einen mitunter urwaldähnlichen Ort zum Erleben und Erholen. Trotz seiner hohen Bedeutung gehört dieser Lebensraum zu den bedrohtesten in Mitteleuropa. In Deutschland ist nur noch ein Prozent von ihm übriggeblieben.

Die Wanderausstellung „Wilder Wald am großen Fluss“ wird bis Ende August im BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen zu sehen sein. Möchte man die Ausstellung ausleihen, kann man sich bei Paula Höpfner (paula.hoepfner@loki-schmidt-stiftung.de) von der Loki Schmidt Stiftung melden. Kinder haben noch bis zum Ende der Brandenburger Sommerferien freien Eintritt.

Quelle: Loki Schmidt Stiftung
Fotos: Viola Bödewadt


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