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A24/Pritzwalk. Fünf Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren sind am Donnerstagabend auf der Autobahn 24 verunfallt. Sie kamen gerade vermutlich aus dem Urlaub – fuhren aus Berlin kommend in Richtung Hamburg – als es kurz nach 19 Uhr hinter der Anschlussstelle Pritzwalk zu einem folgenschweren Unglück kam.

Der 43 Jahre alte Fahrer eines Sattelzugs befuhr die rechte Spur, als er einen Reifenschaden bemerkte. Der Mann bremste ab und zog auf den Standstreifen rüber. Doch genau das bemerkte der 19 Jahre alte Pkw-Fahrer zu spät und fuhr mit hohem Tempo dem Lkw hinten auf. Das Fahrzeug schob sich bis zur Rücksitzbank unter das Gespann.

Sofort eilten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit mehreren Notärzten und zwei Hubschraubern zur Unfallstelle. Ersthelfer konnten bereits drei Männer aus dem Pkw befreien. Einer war so stark eingeklemmt, dass sie die Feuerwehr befreien musste.

Der 20 Jahre alter Beifahrer verstarb noch an der Unfallstelle, ein weiterer 21 Jahre alter Mann später im Krankenhaus. Die drei weiteren Insassen kamen ebenso mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser. Der Lkw-Fahrer war leicht verletzt und stand unter Schock.

Ein Team von Notfallseelsorger aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin kümmerten sich alle Beteiligten, darunter auch Angehörige und Einsatzkräfte. Über viele Stunden – bis in die Morgenstunden – war die Autobahn 24, anfänglich sogar in beide Richtungen, voll gesperrt.

Es musste schwer Technik einer Spezialfirma zum Einsatz kommen. Ein Kran sollte den Anhänger des Lkw hochheben, so dass der Pkw hervor gezogen werden konnte. Das gestaltete sich schwieriger als zunächst gedacht.

Zwischenzeitlich hatte die Polizei erlaubt, dass die Pkw im Stau wenden und zur letzten Ausfahrt fahren dürfen. Die Lkw-Fahrer mussten warten, bis sie die Unfallstelle langsam passieren konnten. Die Rettungsgasse hatte hier gut funktioniert.

Als die Gegenfahrbahn wieder freigegeben war, haben viele Gaffer die Unfallstelle passiere – fuhren langsam, zückten ihre Handys und machten Fotos von den Wracks. Im Gegenzug stellte sich die Polizei mit Kamera und Notizblock an die Seite und notierte alle Verstöße, die sie zur Anzeige brachten.

Quelle: Redaktion (inkl. Fotos)


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