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Prignitz. Perleberg ist um eine kulturhistorische Publikation und ein fundiertes Nachschlagewerk für Denkmale und Bauarchitektur reicher. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum präsentierte in der vergangenen Woche den 14. Band der Reihe „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Land Brandenburg“, der sich ganz der Rolandstadt und ihren Ortsteilen widmet.

Buchautor Dr. Matthias Metzler schrieb dreieinhalb Jahre an diesem „Standardwerk der Baukultur“ von Perleberg, wie Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg das 300 Seiten umfassende Buch würdigte.

Anliegen sei es, das Denkmalbewusstsein der Bürger und Eigentümer der Stadt zu festigen und noch stärker das öffentliche Interesse für die bauhistorischen Schätze der heutigen Kreisstadt zu fokussieren. Prof. Drachenberg bedankte sich für die hervorragende Kooperation mit der Stadt, dem Kreisarchiv, dem Stadt- und Regionalmuseum sowie der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises bei der Erstellung des Werkes. Autor Matthias Metzler schloss in seinen Dankesworten auch die Bürger der Stadt mit ein, die ihm die Höfe öffneten und die Geschichten zu ihrem Haus erzählten.

Etwa 320 Objekte konnte Metzler besichtigen, die Eingang in das Buch fanden. Die alte „Hauptstadt“ und heutige Kreisstadt der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs und die Ortsteile umfassen einen besonders reichen Denkmalbestand aus mehreren Jahrhunderten. So ist hier neben der ältesten Fachwerkkirche Brandenburgs aus dem 16. Jahrhundert in Schönfeld auch eine der wenigen erhaltenen authentischen Rolandfiguren in Norddeutschland zu finden. Eine weitere Besonderheit Perlebergs sind die zum Teil noch spätmittelalterlichen Kaufmannshäuser, die gemeinsam mit zahlreichen Fachwerkhäusern des 18. bis 19. Jahrhundert das Bild der Altstadt prägen.

Die Dörfer um Perleberg verfügen mit Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert über einige der ältesten erhaltenen Dorfkirchen in der Prignitz. Derzeit sind rund 200 Denkmale in der Landesdenkmalliste von Perleberg und den Ortsteilen aufgeführt.

„Das Buch mit den hier aufgeführten Denkmalen macht deutlich, was an bauhistorischer Substanz mit viel Liebe zum Detail bereits saniert und erhalten wurde, aber auch , was man noch tun kann“, so Landrat Torsten Uhe, der dem Buchautor für diese Arbeit dankte. „Es wäre wünschenswert“, wandte sich Uhe an den Landeskonservator, „wenn im Rahmen der Schriftenreihe ‚Denkmaltopographie‘ weitere Regionen des Landkreises Prignitz mit ihren Städten und Dörfern respektive ihrer Kulturlandschaft ebenso mit einem Buch ihre Würdigung finden.“ Im Landkreis Prignitz gibt es immerhin rund 1100 Baudenkmale und zirka 1000 Bodendenkmale.

» Die „Denkmaltopografie“ über Perleberg und seine Ortsteile ist im Buchhandel erhältlich.

Quelle: Landkreis Prignitz (inkl. Foto)


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