Lesezeit: 2 Minuten

Pritzwalk. Gut besucht war der inzwischen neunte Tag der offenen Baustelle am vergangenen Freitag auf dem Bahnhofsumfeld in Pritzwalk. Die Stadt hatte dazu eingeladen, sich vor Ort über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und die detaillierten Planungen zu informieren.

„Wir heißen heute Anrainer, Baubeteiligte und nicht zuletzt die späteren Nutzer willkommen“, sagte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel. Rund 80 interessierte Bürger, Politiker wie Altbürgermeister Günther Schulz und andere hatten sich eingefunden. Er erinnerte daran, dass die Stadt den Bahnhof 2012 unter Bürgermeister Wolfgang Brockmann gekauft hatte, um ihm Leben einzuhauchen.

Jetzt lesen:  Diebe brechen in zehn Garagen ein

2012 war die Polizei eingezogen, 2013 das Bürgerbüro eröffnet worden. Im Januar 2020 wurde die Zulassungsstelle eröffnet. „Und so ist die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes nur ein konsequenter Schritt“, so der Bürgermeister.

Zu Gast war beim Tag der offenen Baustelle auch Landrat Torsten Uhe, der an die Geschichte des Bahnhofsumfeldes erinnerte: an die Explosionskatastrophe im April 1945 und den Neubau des Bahnhofsgebäudes im Jahr 1956, das einst als der „schönste Bahnhof der DDR“ bezeichnet wurde.

Halldor Lugowski, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, erklärte kurz die drei Themenkomplexe, zu denen im Anschluss in Gruppen über die Baustelle geführt wurde: „Was ist in der Erde versteckt, was wird auf der Erde gebaut und wieviel Grün wird geplant?“ Auf der sonnigen Baustelle nutzten gut 80 Besucher die Führungen, lauschten den Ausführungen und gaben auch Anregungen. 

Jetzt lesen:  Gesundheitsministerin Nonnemacher: Eine Impfpflicht darf es nicht geben

Planer Christoph Bäske von der Dr. Löber Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH in Hennigsdorf zum Beispiel erläuterte beim Rundgang die Anlagen, die später Bushaltestellen, Parkplätze, Stellplätze für E-Autos und anderes werden sollen. Seine Firma macht Bauplanungen für Straßen-, Tief- und Brückenbau. Eine Baustelle wie das Bahnhofsumfeld sei schon ein großes Projekt, auch wenn die Ingenieurgesellschaft auch größere Bauvorhaben plant. Beleuchtet wird das Areal später mit sparsamen LED-Lampen.

Jetzt lesen:  Lockdown verlängert und verschärft: Das sind die Beschlüsse

Verbaut werden am Bahnhof knapp 1,3 Millionen Euro, wovon 971.000 Euro über die Investitionsbank des Landes Brandenburg gefördert werden. Der Landkreis steuert als Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs knapp 230.000 Euro bei. 

Quelle: Stadt Pritzwalk
Fotos: Beate Vogel


Keine Beiträge mehr verpassen!

Wir schicken Dir aktuelle Eilmeldungen, Top-Themen und die neusten Beiträge des Tages per Mail. Kein Spam und nur so lange Du das willst. Jetzt für unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter anmelden!