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Schönhagen/Karstädt. Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Christian Stäblein besuchte am Dienstag zwei landwirtschaftliche Unternehmen im Landkreis Prignitz. In Schönhagen bekam er in Gesprächen mit Dr. Katja Leppin von der familiengeführten Agrargenossenschaft „Landgeschmack“ Göricke-Schönhagen e.G. Einblicke in die Tierhaltung und die regionale Verarbeitung und Direktvermarktung der eigenen Produkte.

In der familiengeführten Agrargenossenschaft „Landgeschmack“ informierte sich Bischof Stäblein (2.v.r.) unter anderem über die Direktvermarktung regionaler Produkte.

Seine zweite Stippvisite galt der Agrargenossenschaft Karstädt e.G., wo insgesamt 47 Arbeitskräfte beschäftigt sind. Betriebsleiter Jan Milatz stellte das auf die Milchproduktion ausgerichtete Agrarunternehmen vor. Beim Rundgang über den Hof und am Melkkarussell, an dem täglich 1070 Kühe die Runde drehen, ging Milatz auch auf Herausforderungen der personalintensiven Arbeit der Tier- und Pflanzenproduktion, der erschwerte Futterversorgung in trockenen Jahren und der Milchpreisgestaltung ein. Im Schnitt lernen jährlich acht Azubis in Karstädt, informierte Milatz die Gäste. Im Zusammenwirken mit dem Oberstufenzentrum wird auch ein duales Studium angeboten.

Am Melkkarussell in Karstädt zeigte Bischof Stäblein keine Scheu und probierte selbst das Anlegen des Melkgeschirrs aus. Annette Giese zeigte, wie es geht.

Der 2019 von der Landessynode auf zehn Jahre gewählte Bischof habe im ersten Jahr seiner Amtsausführung die Landwirtschaft als Schwerpunkt gesetzt, weil die Kirche manchmal als zu Berlinlastig gesehen werde, begründete Stäblein sein Interesse für die Prignitz. „Ich möchte ein Gucker und Hingucker sein, möchte wissen, wie es den Leuten auf dem Lande geht und was sie für unsere hiesige Ernährung leisten“, sagte er. Er zeigte sich nach seinem Besuch beeindruckt, welche Hochrangigkeit das Tierwohl in beiden Unternehmen spielt.

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Landrat Torsten Uhe dankte Bischof Stäblein für die hohe Wertschätzung, die er den in der hiesigen Landwirtschaft Beschäftigten und der Prignitz entgegenbrachte. Er ermunterte ihn zu weiteren Besuchen, weil die Region viele schöne Facetten habe, zum Beispiel als Natur- und Radlerparadies.

Quelle: Landkreis Prignitz (inkl. Foto)


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