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Perleberg. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Bildung und Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten. Im Inland wirkt er in allen Fragen zur Kriegsgräberfürsorge beratend und unterstützend.

Portrait von Oliver Breithaupt I Foto: Volksbund /Halbe

Gründend auf diesen Erfahrungen unterstützt der Volksbund in Brandenburg ausdrücklich das öffentliche, wie auch das private, Gedenken und erinnern als Momentum der inneren Einkehr und Reflexion des Erlebten, Begangenen und Erlittenen als Grundlage eines tatsächlichen Lernens aus der Vergangenheit. Der Vortrag am 6. Oktober wird sich vordergründig aus den entsprechenden heutigen Erfahrungen des Volksbundes in Brandenburg auseinandersetzen.

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Der Vortrag mit Oliver Breithaupt, Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, findet am Dienstag, 6. Oktober, um 19 Uhr anlässlich der Sonderausstellung „Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz. Kontinuität oder Wandel nach 1945?“ (12. Juli bis 15. November 2020) im Stadt- und Regionalmuseum statt.

Der 1991 in Brandenburg gegründete Volksbund hat seinen Sitz in Halbe, nahe dem Waldfriedhof. Von dort koordiniert und gestaltet er seine Arbeit. Dazu gehört auch die Angehörigenbetreuung, die, auch bedingt durch die jeweils aktuellen Umbettungsarbeiten im Land, einen erheblichen Stellenwert besitzt. Dieser, oft sehr direkte, Kontakt zu den Angehörigen der aufgefundenen Toten ist zwar für den Volksbund seit über 100 Jahren Bestandteil seines Wirkens, jedoch für den einzelnen Mitarbeiter eine stetige Herausforderung an seine empathischen, letztlich auch seelsorgerischen Fähigkeiten.

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» Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres „Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020“. Der Eintritt ins Stadt- und Regionalmuseum Perleberg beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Veranstalter bitten um eine vorherige Anmeldung unter der E-Mail-Adresse museum@stadt-perleberg.de oder der Telefonnummer 03876/781422.


Dipl. Ing. Oliver Breithaupt, geboren 1967 in Potsdam, studierte, nach der Berufsausbildung mit Abitur und 3-jähriger Armeezeit, Landschaftsplanung an der TU Berlin. Seine Diplomarbeit bildete, als eine erste Grundlagenarbeit zum Thema überhaupt, u. a. den baulichen Zustand sowjetischer Kriegsgräberstätten in den fünf neuen Ländern im Kontext der kulturellen, gesellschaftlichen, religiösen und politischen Umstände in der SBZ und späteren DDR ab.

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Der bei dieser Arbeit unvermeidliche Kontakt zum Volksbund führte ihn als Jugendreferent 1999 nach Schwerin (MV), danach für 7 Jahre als Geschäftsführer nach Braunschweig (Nds), von dort als Referent des Präsidenten nach Kassel (HE) und letztlich seit 2008 wieder zurück in die Heimat, nach Brandenburg.

PPA/pb


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