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Pritzwalk/Winsen. Entspannt und offen verlief der Besuch der Pritzwalker zum Einheitsfeiertag in der Partnerstadt Winsen/Luthe. Zugleich mit 30 Jahre Wiedervereinigung feierten die Gastgeber mit ihren Gästen aus der Prignitz am 3. Oktober auch 30 Jahre Städtepartnerschaft.

Ein Bus brachte die Delegation aus Pritzwalker Stadtverordneten, Vertretern von Vereinen und Institutionen sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung Pritzwalk in die 35 000-Einwohnerstadt südöstlich von Hamburg. Auf dem Schlossplatz warteten die Musikerinnen und Musiker des Winsener Stadtorchesters und Moderatorin Claudia Schröder auf die Besuchergruppe. Hier feierte man gemeinsam den 3. Oktober.

Trabbis von den Pappen Pappas

Neben der Festbühne hatten die Mitglieder des Vereins Pappen Papas im Halbkreis neun Trabis, einen B 1000, einen Wartburg und einen Robur aufgebaut. Die Oldtimer stimmten auf das Quiz ein, das die Moderatorin mit dem Winsener Bürgermeister André Wiese und seinem Pritzwalker Amtskollegen startete: Während Dr. Ronald Thiel sich an die Zeit der Wiedervereinigung als eine sehr dynamische und unübersichtliche Phase erinnerte, räumte André Wiese ein, dass das Ereignis für ihn als damals 15-Jährigen eher weit weg und erst später bewusst geworden war. Seine spätere Frau fand er in Sachsen-Anhalt.

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Dr. Ronald Thiel trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Winsen/Luthe ein. I Foto: Beate Vogel

Nach dem lockeren Programm auf dem Schlossplatz – unter anderem mit einem Udo-Lindenberg-Double – hatten die Winsener Führungen durch das Museum im Marstall mit der Ausstellung „Wendezeiten 1989-1990“ und durch die Altstadt sowie eine Besichtigung des Winsener Schlosses vorbereitet. Dem folgte eine Busrundfahrt durch die äußeren Bezirke der Stadt und über den Elbdeich.

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Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Am Abend fanden sich Gäste und Gastgeber in der Winsener Stadthalle ein, wo es noch einmal richtig feierlich wurde. In den Ansprachen der beiden Bürgermeister ließ sich heraushören, wie wichtig beiden Toleranz ist. „Wir sollten uns offen aufeinander einlassen und auch mal zuhören“, meinte etwa André Wiese. „Wenn wir das Verständnis mitbringen, dass nicht jeder so denkt und ist wie man selbst, dann ist das gut“, so Dr. Ronald Thiel. Ein Höhepunkt war sein Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Winsen.

Insgesamt bot der Tag vielen Pritzwalkern und Winsenern die Gelegenheit, sich nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über die Zukunft auszutauschen. Die Pritzwalker Seniorenbeiratsvorsitzende Lieselotte Kania zum Beispiel nahm Kontakt zu Ulrich Thurow vom Kreisseniorenbeirat im Landkreis Harburg auf.

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Gemütlicher Ausklang

Beim gemütlichen Beisammensein am Abend tauschten sich Stadtverordneten und Ratsherren, Fachgebietsleiter und Stabsstellenleiter für Kultur und Tourismus oder Vereinsmitglieder aus. Nach dem Tag in Winsen lässt sich sagen: Die Pritzwalker fühlten sich willkommen in Winsen, die Winsener werden sicher zu einem Gegenbesuch nach Pritzwalk kommen.

PPA/pk


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