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Wittstock/Dosse. Zahlreiche Wittstocker und Gäste haben am vergangenen Samstag das Bahnhofsfest in Wittstock/Dosse besucht. Erstmals hatte die Stadtverwaltung diese Veranstaltung ausgerichtet, um interessierten Bürgern die sanierten Gebäude und deren Nutzer zu präsentieren. Bereits im Jahr 2013 erwarb die Stadt den nördlichen Teil des Bahnhofensembles, um anschließend die Sanierung der stark verfallenen Objekte zu realisieren.

Fotos (4): Stadt Wittstock/Dosse

Das Alte Empfangsgebäude nutzen seit dem Jahr 2019 die Ruppiner Klinken als Ärztehaus, das Neue Empfangsgebäude beherbergt die Touristinformation, das Bürgerbüro und das Ordnungsamt, während der Güterboden im Zeitraum der Landesgartenschau als Blumenhalle genutzt wurde und künftig unter anderem einen Schilderservice und ein Büro des Lohnsteuerhilfevereins beherbergen wird.

Bahnhof als Denkmal des Monats

Die Umgestaltung dieses Teils des Bahnhofareals mitsamt den Nutzungsvarianten veranlasste die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg, den Wittstocker Bahnhof als Denkmal des Monats auszuzeichnen. Die Verleihung sollte – ebenso wir das Bahnhofsfest – bereits im Mai 2020 stattfinden, musste aber wegen der Coronapandemie verschoben werden.

Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann freute sich bei der Eröffnung, dass 30 Jahre nach der Wende der Bahnhof nun mit den verschiedenen Nutzungen wieder ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens ist. Arne Krohn von der AG Historische Stadtkerne übergab anschließend die Plakette für das Denkmal des Monats, die auch gleich neben dem Eingang befestigt wurde.

Geschichte auf Rundgang erkunden

Nach der Auszeichnung nutzten viele Besucher die Möglichkeit, von Stadtführern oder Mitarbeitern der Verwaltung bei Rundgängen mehr zur Geschichte sowie zum Umbau der einzelnen Objekte zu erfahren. Geöffnet waren auch die ehemalige Schlosserei, in der sich nun ein Jugendzentrum befindet sowie die einstige Wagenwerkstatt, die als Technikstützpunkt für die Hausmeister der Stadtverwaltung dient.

Mitarbeiter in historischen Uniformen begrüßten die Besucher im Ordnungsamt und in der Touristinformation. Für diesen Tag hatte auch die Mitropa noch einmal geöffnet, wo sich die Gäste mit Speisen und Getränken versorgen konnten. Ein Bücherflohmarkt, Marionettentheater, die Ausstellung Galerie der verlorenen Heimat und eine Kindereisenbahn rundeten das Angebot ab.

PPA/wit


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