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Dömitz/Parchim. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind am Donnerstag gleich zwei Trickbetrügereien vollendet worden. Zunächst meldeten sich Betrüger telefonisch bei einem älteren Ehepaar (82 und 88 Jahre alt) in Parchim. Unter dem Vorwand, dass ein nahestehender Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und sich in Untersuchungshaft befinde, erbeuteten die Tatverdächtigen hier 20.000 Euro.

Moralisch besonders verwerflich war, dass die Täter kurz die weinerliche Stimme des angeblichen Angehörigen zu Wort kommen ließen, um somit den Druck auf die Geschädigten zu erhöhen und der Forderung Nachdruck zu verleihen.

Auch das aufmerksame Personal einer ortsansässigen Bank konnte diesen Betrug nicht verhindern. Die Geschädigten wurden instruiert, bei der Geldabholung auf den Verdacht des Enkeltrickbetruges nicht zu reagieren. So entgegnete die Geschädigte der misstrauischen Bankmitarbeiterin die Summe für Renovierungsarbeiten zu benötigen.

Polizei sucht Zeugen der Geldübergabe

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang nun Zeugen, die die Übergabe des Bargeldes am Donnerstag gegen 15 Uhr in der W.-I.-Lenin-Straße in Parchim wahrgenommen haben. Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Parchim unter 03871/6000 sowie jede andere Polizeidienststelle des Landes oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Weiterer Trickbetrug: Bankmitarbeiter am Telefon

Kurze Zeit später glückte ein weiterer Trickbetrug im Bereich Dömitz. Der Tatverdächtige gab sich hier als Mitarbeiter einer Bank aus. Man habe Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverkehr festgestellt und müsse diesen nun nachkommen. Für eine Rückholung der vermeintlich fehlerhaft generierten Zahlung verlangte der scheinbare Mitarbeiter der Bank nun TAN-Nummern von der Geschädigten. Diese wurden durch die 57-jährige Geschädigte übermittelt.

Das Perfide an dieser Masche war, dass die eingeblendete Rufnummer tatsächlich zu der Bank der Geschädigten gehörte. Durch die telefonische Übermittlung der TANs erbeuteten die Täter hier 33.000 Euro.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang vor allem an jüngere Angehörige mit den älteren Verwandten über die Betrugsmaschen zu sprechen und ihnen zu vermitteln, niemals Kontodaten oder gar TAN-Nummern telefonisch oder per Mail weiter zu geben. Weiterhin erfolgt erneut der wichtige Hinweis, dass die Polizei keine Geldforderungen am Telefon erhebt.

PPA/ots


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