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Perleberg. Sie kommen aus den Millionen-Metropolen Mexiko-Stadt und Chihuahua, knapp 9.000 Kilometer von der Prignitz entfernt. Sie haben eine große Last auf sich genommen, um beruflich erfolgreich zu werden. Marco und Delia sind zwei der Teilnehmer des Bundesprojektes „Integration durch Qualifizierung“. Beide haben in Mexiko Medizin studiert, sehen ihre berufliche Zukunft jedoch nicht in der Heimat.

Mehr Ärzte als Stellen in Krankenhäusern

„Es gibt dort mehr Ärzte als Stellen in den Krankenhäusern“, erklärt Marco seine Entscheidung für die Teilnahme an diesem Projekt. Beide haben sich bewusst für Deutschland und für Brandenburg entschieden. Im ländlichen Raum bleiben noch immer Arzt-Stellen unbesetzt. Zur Vorbereitung auf diesen großen Schritt haben bei bereits in Mexiko einen Sprachkurs absolviert – erfolgreich, beide sprechen sehr gut deutsch.

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Foto: Kreiskrankenhaus Prignitz

Seit Ende September arbeiten beiden im Kreiskrankenhaus in Perleberg als Hilfskräfte im ärztlichen Dienst. Parallel dazu absolvieren sie einen Lehrgang zum Absolvieren des zwingend notwendigen Fachsprachentests. Danach folgt dann noch eine fachliche Kenntnisprüfung. Und erst dann dürfen beide als vollwertige Ärzte in Deutschland arbeiten. Im Vergleich zu Mexiko ist die Arbeit als Arzt etwas anders – mehr im Team, individueller und moderner.

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Fahrräder für mehr Mobilität

Beide wohnen gegenwärtig im Wohnheim des Kreiskrankenhauses. Einen Führerschein haben sie nicht. Um dennoch mobil zu Zeit organsierte das Krankenhaus zwei Fahrräder. Zwei großzügige Sponsoren waren auch schnell gefunden – der Fahrradhandel Schukat aus Wittenberge sowie der Hagebaumarkt aus Perleberg. Um auch eine Bindung zur Großstadt zu haben, gab es dann noch zwei VBB-Verbundtickets. Vielleicht wird die Integration für beide somit ein wenig einfacher. Gemeinsame Veranstaltungen mit anderen ausländischen Kollegen sind auch schon in Planung.

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PPA/kkh


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