Pritzwalk. Dietrich Albrecht hat sich intensiv mit der Pritzwalker Schützengilde beschäftigt. Die Ergebnisse seiner Recherchen stellt der Hobbyforscher am Mittwoch, 21. Oktober, um 18 Uhr in der Museumsfabrik Pritzwalk vor. Erstmals erwähnt wurde sie 1521 als Zusammenschluss von Bürgern, welche die Stadt in Notfällen verteidigen sollten.

Ebenso wie die Stadt Pritzwalk durchlebte die Gilde eine wechselvolle Geschichte. 1708 erhielt die Gilde ein Schützenhaus außerhalb der damaligen Stadtmauer vor dem Perleberger Tor.

Ihre Aufgaben wurden im 19. Jahrhundert als die einer Art Bürgerwehr beschrieben. Sie sollte in der Stadt für Ordnung und Sicherheit sorgen und erhielt sogar Machtbefugnisse für den Krisenfall. 1866 zog die Gilde in das Hainholz und bekam dort von der Stadt ein Grundstück für Schießübungen zur Verfügung gestellt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Gilde mehr zu einem Verein, in dem auch ein jährlich der Schützenkönig erkoren wurde.

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Foto: Stadtmuseum Pritzwalk

Der Niedergang der Gilde kam mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten. 1936 wurden die Vereine gleichgeschaltet. Mit dem Einmarsch der Roten Armee 1945 und dem Kriegsende wurden die verbliebenen Waffen beschlagnahmt und die Organisation aufgelöst.

Der Pritzwalker Dietrich Albrecht forschte längere Zeit im Museum und Archiven nach der Geschichte der Pritzwalker Schützengilde und bereitet eine Veröffentlichung in den Pritzwalker Heimatblättern vor. Aktuell schreibt er an einer Fortsetzung der Geschichte des neu gegründeten Pritzwalker Schützenvereins.

» Der Eintritt zum Vortragsabend kostet 5, ermäßigt 3 Euro. Wegen der Corona-Prävention ist die Anzahl der Plätze für den Vortrag beschränkt. Es wird um Voranmeldung gebeten. Auskünfte und Reservierungen gibt das Museumsteam unter 03395/76081120 und museum@pritzwalk.de

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PPA/pk


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