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Mertensdorf. Nach fast zehnmonatiger Bauzeit wurde die Brücke über die Kümmernitz bei Mertensdorf am Dienstag offiziell übergeben. Bereits 2016 hatten die Vorplanungen für dieses Projekt begonnen. Das etwa 120 Jahre alte Gewölbebauwerk aus behauenen Findlingen war den Anforderungen an die Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Das Mauerwerk wies zahlreiche Risse und Abplatzungen auf.

Gesamtkosten betragen rund 711.000 Euro

Mit einer Brückenweite von 3,50 Metern lag das Bauwerk in einer Kurve mit viel zu kleinem Radius. Die Fahrbahn hatte massive Schlaglöcher und zahlreiche Oberflächenverwerfungen. Die Lösung konnte nur ein moderner Ersatzneubau sein. Dies verwirklichten die Planer mit einem Stahlbetonbauwerk und einer lichten Brückenweite von sieben Metern. Die Gesamtkosten betrugen rund 711.000 Euro.

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75 Prozent der anrechenbaren Baukosten wurden durch Zuwendungen für Maßnahmen im kommunalen Straßenbau zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden des Landes Brandenburg beglichen. Außerdem gab es 34.000 Euro an Zuwendungen aus der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg für die Herstellung der Otterbermen unterhalb der Brücke.

Foto: Landkreis Prignitz

Mit der Erneuerung der Brücke sind die Voraussetzungen für den längst überfälligen Ausbau der Kreisstraße zwischen Mertensdorf und Triglitz geschaffen worden. Dieser ist für das kommende Jahr geplant. Für diesen etwa zwei Kilometer langen Abschnitt sind rund zwei Millionen Euro vorgesehen. „Der Fördermittelbescheid ist noch nicht da“, informierte Thomas Mader von der Kreisstraßenmeisterei, „aber die Zeichen stehen auf Grün.“ Auf alle Fälle habe die Kreisstraße 7022 in diesem Abschnitt oberste Priorität im Ausbauprogramm des Kreises, so Mader.

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„Auch in Corona-Zeiten wird im Landkreis weiter in die Wirtschafts- und Infrastruktur investiert“, machte Landrat Torsten Uhe deutlich. So wichtig der Ausbau des Breitbandnetzes, der Autobahn 14 und des Deutschlandtaktes seien, dürfe dabei der ländliche Raum nicht vergessen werden. „Deshalb freue ich mich über die Fertigstellung dieser Brücke und den geplanten Ausbau der Kreisstraße 7022 im nächsten Jahr“, so Torsten Uhe abschließend.

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PPA/lkpr


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