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Prignitz. Die Adventszeit ist die wohl gemütlichste und besinnlichste Zeit des Jahres. Der erste Adventssonntag liegt bereits hinter uns. Eines darf in dieser Zeit natürlich nicht fehlen: Kerzen – egal ob am Adventskranz, am Weihnachtsbaum oder auf dem schön gedeckten Tisch. Gerade wenn es früh dunkel wird und man es gemütlich und festlich haben will, sind sie ein Muss und leider aber auch ein Risiko.

Aus kleinen Flammen wird ein Zimmerbrand

Denn Kerzen können schnell umfallen und dadurch verheerende Brände in den eigenen vier Wänden verursachen. Unachtsamkeit beim Umgang mit Adventskränzen ist eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände. Gerade durch umfallende Kerzen könnten zunächst kleine Flammen und dann ganze Zimmerbrände entstehen.

In sieben Minuten kann sich ein Wohnzimmer in ein Flammenmeer verwandeln, wenn eine Kerze am Adventskranz umfällt. Deko, Gardinen, Möbel, Teppiche – in den Räumen brennt viel.

Der Kreisfeuerwehrverband Prignitz will deshalb auf die erhöhte Brandgefahr im Advent und in der Weihnachtszeit hinweisen. Damit es erst gar nicht zu einem Feuer kommt, haben die Kameraden hier ein paar Tipps, damit alle die Advents- und Weihnachtszeit genießen können:

  • Stellen Sie Kerzen und Adventskränze auf eine feuerfeste Unterlage und vermeiden Sie Durchzug.
  • Kerzenhalter und -ständer sollten nichtbrennbar und groß genug sein, um das flüssige Wachs aufzufangen und der Kerze einen guten Halt zu geben.
  • Wechseln Sie niedergebrannte Kerzen rechtzeitig aus.
  • Achten Sie darauf, dass die Kerzen genügend Abstand zu brennbaren Materialien (z.B. Vorhänge, Tapeten, Kissen, Tischdecken etc.) haben.
  • Entsorgen Sie ausgetrocknetes Tannengrün rechtzeitig. Denn sind die Zweige bereits dürr, steigt die Brandgefahr immens.
  • Versorgen Sie auch den Weihnachtsbaum regelmäßig mit Wasser, damit er nicht austrocknet und entfernen Sie trockene Zweige.
  • Kerzen dürfen nicht unbeaufsichtigt brennen und müssen ausgemacht werden, wenn niemand mehr im Raum ist.
  • Kinder und Haustiere sollten sich niemals unbeaufsichtigt in die Nähe von brennenden Kerzen begeben. In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen besser.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden.

Der Kreisfeuerwehrverband Prignitz empfiehlt einen vollen Wassereimer oder eine Gießkanne in greifbarer Nähe bereitzustellen. Kann ein kleiner Brand nicht sofort gelöscht werden, sollte man den Raum verlassen, die Türen schließen und sofort die Feuerwehr mit dem Notruf 112 alarmieren.

Kerzen nicht einfach ausblasen

Die Prüforganisation Dekra rät außerdem, die Flammen nicht auszublasen, sondern mit einem Kerzenlöscher zu ersticken. Bei mangelhafter Dochtqualität oder Zugluft könne sich die Flamme nach dem Ausblasen erneut entzünden. Funkenflug während des Auspustens kann zu einem Schwelbrand am Adventskranz führen.

Beim Kauf von Kerzen sollten Kunden auf das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Kerzen achten. Bei Kerzen minderer Qualität könne es zum Brand führen, wenn sie ausläuft und der Docht umkippt. Gerade an Adventskränzen und Weihnachtsbäumen seien Kerzen sicherer, die von selbst verlöschen, bevor sie gänzlich heruntergebrannt sind.

So steht der Weihnachtsbaum richtig

Damit zu den Feiertagen der Weihnachtsbaum sicher steht, ist außerdem der passende Ständer wichtig. Modelle mit Seilzugtechnik seien leichter in der Handhabung, erklärt der TÜV Rheinland. Dabei wird der Baum in ein Drahtseil mit Klemmen gespannt, das über einen Fußhebel festgezogen wird. Bei Weihnachtsbaumständern mit Schraubtechnik ist ein zweites Paar Hände nötig: Einer hält den Baum gerade, einer schraubt.

Bei Modellen mit Seilzug sollte sich das System in festgestelltem Zustand verriegeln lassen. Das ist vor allem wichtig, wenn kleine Kinder im Haushalt sind, denn es verhindert, dass der Ständer unabsichtlich geöffnet wird und der Baum plötzlich kippt.

Generell sollte der Weihnachtsbaumständer zur Größe des Baumes passen: Einem großen, schweren Baum muss eine entsprechende Masse entgegengesetzt werden, damit er nicht kippt. Auf der Verpackung finden sich Angaben zum richtigen Verhältnis. Gut ist es auch, wenn der Ständer ein Prüfsiegel wie das GS-Zeichen hat.

PPA/kfvpr


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