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Prignitz/Ostprignitz. Das Gesundheitsamt in der Prignitz meldet kurz vor Weihnachten weiterhin ein „flächendeckendes Infektionsgeschehen“. Zurzeit befinden sich fast 1000 Personen im Landkreis unter Quarantäne, 433 von ihnen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Mittwoch kamen 32 weitere Corona-Fälle hinzu. 35 Infizierte sind hingegen wieder genesen. Inzwischen sind 13 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in der Prignitz aktuell bei 382,10 auf 100.000 Einwohner.


+++ Coronavirus in der Prignitz +++

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Von den Neuinfektionen sind unter anderem die Evangelische Kita in Bad Wilsnack betroffen. Hier fiel ein Corona-Test bei zwei Erzieherinnen positiv aus. Daraufhin versetzte das Gesundheitsamt alle Kinder der Einrichtung in Quarantäne. Auch am Wittenberger Gymnasium ist Schüler positiv getestet worden. Über Weihnachten werden die Corona-Testungen kurzzeitig ausgesetzt, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Im Gesundheitsamt gebe es aber einen Bereitschaftsdienst. Das zuständige Labor sei in den nächsten vier Tagen nicht besetzt.

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Das Deutsche Rote Kreuz aus der Prignitz erhielt erneut ein Hilfeersuchen aus dem Süden des Landes. Zwei Krankentransportwagen fuhren am Mittwoch in die Lausitz fahren. Die Sanitäter helfen dort, 60 Corona-Patienten in ein Krankenhaus nach Berlin zu verlegen.

„Die Krankenhäuser, der Rettungsdienst und die Pflegedienste sind schon jetzt vor den Feiertagen sehr stark gefordert“, konstatiert Landrat Torsten Uhe. Er verbindet damit zugleich seinen Dank stellvertretend an all jene, die sich in diesen schwierigen Zeiten für uns und jeden Einzelnen einsetzen. „Eine Überlastung des Gesundheitssystems muss verhindert werden – dass auch im Hinblick auf die kommenden Wochen.“ Das Virus werde auch über Weihnachten keine Pause einlegen, ist er sich sicher.

„Bitte feiern Sie Weihnachten nur im kleinsten Familienkreis“, appelliert er an die Prignitzer Einwohner. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der an Covid-19 Verstorbenen“, so Landrat Torsten Uhe.


Böllerverbot im Landkreis Stendal

Der Landkreis Stendal verbieten das Zünden von Feuerwerkskörpern auf bestimmten Plätzen. Das gab die Verwaltung am Mittwoch bekannt. Eine entsprechende Verordnung werde kommenden Montag erscheinen. Damit soll die Ansammlung von Menschen und mögliche Verletzungen durch Pyrotechnik vermieden werden. Davon betroffen sind unter anderem die Altstadtinsel, der Domplatz und der Probsteiplatz in Havelberg sowie der Marktplatz in Seehausen.

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Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt es ein weiteres Todesopfer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Bei dem Verstorbenen handelt sich um einen Mann, Anfang 60, aus dem Raum Rheinsberg. „Unser ganzes Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde den trauernden Angehörigen und Freunden“, so das Gesundheitsamt. Insgesamt sind bisher fünf Menschen aus dem Landkreis mit oder an dem Coronavirus gestorben.

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt im Landkreis auf einem weiter sehr hohen und besorgniserregenden Niveau. Beim Gesundheitsamt sind seit der Meldung vom Montag inzwischen 59 neue Corona-Fälle registriert worden.

Landrat Ralf Reinhardt appelliert angesichts der dramatischen Entwicklung erneut an alle Bürger, persönliche Kontakte auf ein absolutes Minimum zu beschränken: „Die nach wie vor äußerst hohen Infektionszahlen müssen unbedingt wieder nach unten gedrückt werden. Das erreichen wir nur gemeinsam, indem wir weiter konsequent Abstand halten, überall wo es geht eine Maske tragen, aber auch auf nicht notwendige Reisen und Besuche verzichten.“

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» Die Zahl der aktiven Fälle liegt aktuell in Ostprignitz-Ruppin bei 464. Von den erkrankten Personen werden derzeit 66 stationär in Kliniken des Landkreises versorgt, davon 18 intensivmedizinisch. Vier Menschen müssen beatmet werden.

PPA/lkpr/lksdl/lkopr


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